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Kommentar Karstadt und Kaufhof haben das Recht, mit allen Mitteln ums Überleben zu kämpfen

Die Klage von Galeria Karstadt Kaufhof in NRW zeigt: Das Unternehmen braucht jeden Cent. Jetzt geht es darum, den Wettbewerb nicht zu verzerren.
17.04.2020 - 13:44 Uhr Kommentieren
Die Geschäftsführung ist geradezu verpflichtet, jede Möglichkeit zu wahren, wieder Umsatz zu machen. Quelle: Imago
Galeria Karstadt Kaufhof

Die Geschäftsführung ist geradezu verpflichtet, jede Möglichkeit zu wahren, wieder Umsatz zu machen.

(Foto: Imago)

Für das schwer angeschlagene Warenhausunternehmen Galeria Karstadt Kaufhof ist der Regierungsfahrplan zur Wiederöffnung ein schwerer Rückschlag. Auch wenn die Verantwortlichen überall betonen, dass ihr Unternehmen grundsätzlich gesund sei und eine gute Fortführungsperspektive im Schutzschirmverfahren hat, kann man die Situation in einem kurzen Satz zusammenfassen: Das Unternehmen kämpft ums Überleben.

Deshalb greift Galeria zu jedem Mittel, um zusätzliches Geld ins Unternehmen zu bekommen. Liquidität ist das, was am nötigsten gebraucht wird. Deshalb versucht es auch, mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster eine Öffnung von Häusern zumindest in NRW zu erzwingen. Das allein würde den Händler nicht retten. Aber im Moment wird jeder Cent gebraucht.

Und zu dieser Klage hat das Unternehmen jedes Recht. Denn hier geht es nicht darum, Gesundheitsgefahren gegen wirtschaftlichen Erfolg abzuwägen. Das Unternehmen könnte die Hygienemaßnahmen gegen eine Ansteckung auf seinen großen Flächen mindestens so gut umsetzen wie jeder Supermarkt. Es geht schlicht darum, den Wettbewerb nicht zu verzerren – und einem notleidenden Unternehmen nicht vorzuenthalten, was andere Unternehmen bekommen.

Denn so willkürlich und kaum zu begründen es ist, dass die Öffnung zunächst auf Läden mit maximal 800 Quadratmetern beschränkt ist, so merkwürdig ist es, wie Nordrhein-Westfalen dieses Gebot nun im Detail auslegt. So gibt es Sondergenehmigungen für Möbel- und Babymärkte, auch wenn sie deutlich größer sind. Und anders als in anderen Bundesländern gibt es nicht die Möglichkeit, die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter zu verkleinern, um zumindest teilweise zu öffnen.

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    Die Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof ist deshalb geradezu verpflichtet, jede Möglichkeit zu wahren, wieder Umsatz zu machen. Das ist sie nicht zuletzt den 28.000 Mitarbeitern schuldig, die jetzt um ihre Zukunft bangen.

    Mehr: Galeria Karstadt Kaufhof klagt auf Öffnung der Filialen in NRW.

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