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Kommentar Kein Mitleid für Hedgefonds-Manager

Anleger sollten künftig bei der Wahl der Manager von Hedgefonds genauer hinschauen. Für die Profis beginnen nun schlechtere Zeiten auf dem Markt.
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Ein großes Hedgefonds-Sterben und massive Abflüsse sind aber trotz aller Probleme nicht zu erwarten. Quelle: Bloomberg
Finanzmanager

Ein großes Hedgefonds-Sterben und massive Abflüsse sind aber trotz aller Probleme nicht zu erwarten.

(Foto: Bloomberg)

Der Markt ist brutal. Das spüren die lange Zeit erfolgsverwöhnten Hedgefonds-Manager am eigenen Leib. Einen Grund, sie zu bedauern, gibt es jedoch nicht. Die von der Finanzaufsicht nicht regulierten, spezialisierten Fondsvehikel leben davon, dass sie alles tun und lassen können, was sie wollen, und nicht unter bestimmten Zwängen leiden.

Da müssen sie eben auch in für sie schwereren Zeiten zurechtkommen und scheiden im schlimmsten Fall aus dem Markt aus. So läuft die hochgepriesene Marktwirtschaft.

Untergangsszenarien sind aber fehl am Platze. Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 34 Milliarden Dollar an Mitteln von den Investoren abgezogen. Das sind noch nicht einmal 1,5 Prozent des gesamten Vermögens, das die Branche verwaltet. Was allerdings verwundert, ist die teilweise schlechte Ertragsentwicklung in der jetzigen, turbulenten Marktphase.

Eigentlich sind Kursschwankungen optimal für Hedgefonds, da sie die unterschiedlichsten abgeleiteten Finanzinstrumente, auch Derivate genannt, für ihre Anlagestrategien einsetzen und Wertpapiere verkaufen können, ohne sie tatsächlich zu besitzen. Damit verfügen sie etwa gegenüber herkömmlichen Fonds über einen Vorteil.

So weit die Theorie. In der Praxis hängt alles stark von den einzelnen Strategien der Hedgefonds ab, die sehr unterschiedlich ausfallen. Und die Geldpolitik der Notenbanken hat den Spezialisten lange Zeit das Leben sehr schwer gemacht, da die Märkte nicht mehr nach dem Lehrbuch reagierten.

Die Liquiditätsschwemme führte zu einem Eigenleben der Märkte, das schwer zu beurteilen war. Deshalb geben einige der großen, bekannten Hedgefonds-Manager wie Jan Jacobson entnervt auf und zahlen ihren Investoren das Geld zurück.

Ein großes Hedgefonds-Sterben und massive Abflüsse sind aber nicht zu erwarten. Anleger müssen sich künftig jedoch noch stärker auf die Experten konzentrieren, die mit ihren Strategien langfristig Erfolge vorweisen können.

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