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Kommentar Kleine Aktien hängen die Schwergewichte ab

Über gut 20 Jahre haben die Kurse kleiner und mittlerer europäischer Werte 255 Prozent zugelegt. Börsen-Schwergewichte gewannen hingegen nur 6,3 Prozent.
04.12.2020 - 17:15 Uhr Kommentieren
Das Mdax-Unternehmen hat seinen Kurs seit der Jahrtausendwende mehr als verfünffacht. Quelle: dpa
Maschinenbauer Dürr

Das Mdax-Unternehmen hat seinen Kurs seit der Jahrtausendwende mehr als verfünffacht.

(Foto: dpa)

Die Schlagzeilen gehören meistens den Schwergewichten an der Börse, im Fachjargon heißen sie „Large Caps“. Das sind in Deutschland die Werte aus dem Leitindex Dax 30 wie etwa Siemens oder Daimler, und in den USA gehören beispielsweise die hoch bewerteten Technologieaktien wie Apple und IBM dazu.

Aber das Fondshaus Lupus Alpha hat herausgefunden, dass die europäischen Small & Mid Caps – also die kleinen und mittelgroßen Nebenwerte – in den vergangenen 20 Jahren bei geringerer Volatilität eine deutlich bessere Performance als Standardwerte gezeigt haben. Während die Nebenwerte laut der Analyse zwischen Januar 2000 und Oktober 2020 eine Gesamtperformance von 255,1 Prozent erzielten, erreichten Large Caps nur 6,3 Prozent. Dabei sind sowohl Kursgewinne als auch Dividenden eingerechnet.

Auch bei der Schwankungsanfälligkeit der Kurse machen die kleinen Aktien eine gute Figur. Diese auf das Jahr gerechnete Volatilität habe im untersuchten Zeitraum mit 16,75 Prozent mehr als drei Prozentpunkte niedriger gelegen als bei den großen Titeln.

Und auch bei der „Recovery-Zeit“, innerhalb der sich ein Index nach einem Kurseinbruch wieder bis zu seinem maximalen Vorkrisen-Niveau erholt, sind die Nebenwerte laut der Analyse den Standardwerten spürbar überlegen. Dabei wird etwa der Euro Stoxx 50 mit dem Euro Stoxx TMI Small verglichen. Lediglich beim Maximalverlust in einem Rückschlag ergibt sich aus den untersuchten Börsencrashs – Internetblase 2000, Finanzkrise 2008 und Coronakrise – ein gemischtes Bild.

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    Zu den Gründen für das gute Abschneiden zählen strukturelle Vorteile kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Viele sind Weltmarktführer in einer Nische und erzielen so hohe operative Margen. Laut Lupus Alpha finden sich unter ihnen zahlreiche Technologieführer und Innovationstreiber für Megatrends wie Digitalisierung, 3D-Druck, Robotik oder Elektromobilität.

    Zu den Nachteilen der Nebenwerte zählen das oftmals nur dünn gesäte Research der Analysten und die teilweise geringen Umsätze. Das macht die Kleinen anfälliger gegen große Einzelaufträge für Käufe oder Verkäufe von Aktien. Die Fondsgesellschaft Aberdeen Standard Investments nennt auch einige Firmen, die 2021 positiv abschneiden könnten. Dazu zählen Nemetschek (Software) und Generac (Standby-Generatoren).

    Mehr: Topmanager kaufen Aktien: Impfstoff-Hoffnung steigert Optimismus in den Führungsetagen.

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