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Kommentar Kleiner, aber besser: Der MDax schlägt den Dax

In der Krise läuft die zweite Börsen-Liga besser als die erste: Der Index der mittelgroßen Unternehmen belohnt Anleger, die nicht nur nach ganz oben schauen.
27.10.2020 - 17:55 Uhr Kommentieren
Wegen der unsicheren Lage aufgrund der Corona-Pandemie schwanken die Aktienkurse aktuell sehr stark. Quelle: dpa
Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt

Wegen der unsicheren Lage aufgrund der Corona-Pandemie schwanken die Aktienkurse aktuell sehr stark.

(Foto: dpa)

Frankfurt Seit Anfang der Woche überwiegen bei Dax-Anlegern wieder die Zweifel: Die SAP-Aktie im Sinkflug schockiert die Investoren, steigende Corona-Fallzahlen schüren die Angst vor einem neuen Lockdown, und in den USA ist noch immer kein Konjunkturpaket in Aussicht – nur eine Woche vor der Wahl. All das spiegelt sich im Leitindex wider.

Aber es gibt dennoch etwas Grund zur Hoffnung an den Märkten. Während der Dax als Abbild der 30 größten deutschen Unternehmen die Anleger tatsächlich auf eine unangenehme Reise schickte, zeigt sein „kleiner Bruder“: Vielleicht ist die Lage gar nicht ganz so schlimm, wie sie auf den ersten Blick scheint.

Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, spiegelt die Entwicklung der 60 größten Unternehmen wider, die auf die Top 30 im Dax folgen. Während der Dax am Dienstag zeitweise Einbußen von über 0,5 Prozent verzeichnete, legte der MDax zwischenzeitlich über 0,3 Prozent zu.

Dafür verantwortlich sind Unternehmen, die nicht unbedingt zu den Haushaltsnamen zählen, aber trotzdem Perlen der deutschen Industrielandschaft sein können: Am Dienstag zog vor allem der Weltmarktführer im Chemiehandel, Brenntag, den Index in die Höhe, sowie Rational, ein Hersteller von Geräten für Industrieküchen.

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    Und dieser Tag ist keine Ausnahme: Im letzten Monat legte der MDax um 0,94 Prozent zu, während der Dax mehr als zwei Prozent verlor. Auf ein Jahr gerechnet stieg er sogar um 1,76 Prozent – während der Dax mehr als fünf Prozent ins Minus rutschte.

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    Zwar schnitt der TecDax kurzzeitig besser ab, doch der Vergleich der letzten Monate zeigt: Der MDax hängt auf mittlere Sicht sogar den deutschen Index der Technologiewerte ab. Der MDax ist also allemal einen Blick wert.

    Der klassische Dax mag die dreißig größten Unternehmen des Landes abbilden. Als Indikator dafür, wie es der deutschen Wirtschaft im Durchschnitt geht, taugt er aber nur eingeschränkt. Natürlich sind auch die Unternehmen, die im MDax gelistet sind, nicht repräsentativ für die gesamte Volkswirtschaft.

    Doch erstens ist ein Index mit mehr Werten weniger anfällig für Ausreißer wie den durch SAP. Und zweitens sind kleinere Unternehmen bekanntlich wendiger und bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Vor allem in Krisenzeiten könnte ihnen das zugutekommen – und damit jenen Anlegern, die nicht nur nach ganz oben schauen.

    Mehr: Dax zeigt nach Verlusten noch keine Gegenwehr – Lesen Sie hier, wie der Handelstag am deutschen Aktienmarkt abläuft.

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