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Kommentar Künstliche Intelligenz sollte Arbeitnehmern Hoffnung machen – nicht Angst

Noch immer heißt es, KI vernichte Arbeitsplätze. Doch die Technologie kann das Berufsumfeld attraktiver machen – wenn Beschäftigte mitreden dürfen.
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Der Einsatz von KI wird in der Geschäftsführung beschlossen. Die Konsequenzen erleben allerdings die Mitarbeiter. Quelle: dpa
Künstliche Intelligenz

Der Einsatz von KI wird in der Geschäftsführung beschlossen. Die Konsequenzen erleben allerdings die Mitarbeiter.

(Foto: dpa)

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist ein Kampfbegriff. Ängstliche verbinden damit die Vision von Robotern, die uns Menschen überflüssig machen. Oder schlimmer noch: uns auslöschen wollen. Filme wie Terminator oder Matrix haben unser Bild geprägt.

Dabei kann KI die entscheidende Technologie sein für eine bessere Zukunft – wenn wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.

Gut ist es, wenn sich auch Gewerkschaften konstruktiv mit dem Thema auseinandersetzen. Die Arbeitnehmer sollen beteiligt werden, wenn es um den Einsatz von KI in ihrem Umfeld geht. Erst dann können sie ein Bild davon entwickeln, in welchen Bereichen KI ihnen helfen kann. Und sie können als Wächter fungieren, rechtzeitig vor den Risiken im Einsatz von KI zu warnen.

Denn Arbeitnehmer kennen die Arbeitsabläufe am besten, können Gefahren einschätzen. Doch derzeit wird meist über sie hinweg entscheiden. Der Einsatz von KI wird in der Geschäftsführung beschlossen. Beschäftigte sind ausgeklammert.

Es wäre naiv zu glauben, dass KI nur unsere Arbeit effizienter macht, aber keine Jobs kostet. Doch es ist gefährlich, wenn der Eindruck entsteht, KI sei vor allem ein Instrument, um Arbeitsplätze zu vernichten. Setzt sich der Eindruck fest, werden Beschäftigte in den Betrieben gegen den Einsatz von KI arbeiten. Dabei können sie die besten Verbündeten sein – wenn sie sich sinnvoll einbringen dürfen.

Hier können Betriebsräte und Gewerkschaften eine Schlüsselrolle spielen. Noch fehlt ihnen die Fachkompetenz. Viele Arbeitnehmervertreter müssen noch verstehen lernen, wie KI ihre Arbeitswelt verändern wird.

Es ist gut, wenn Verdi mit einem Positionspapier den Anfang macht, um die Beschäftigten auf das Thema zu stoßen und Position zu beziehen. KI sollte ein Schlagwort für Hoffnung und nicht für Angst sein. Das wird nur gelingen, wenn Arbeitnehmer mitbestimmen dürfen, wie die Techniken am besten eingesetzt werden können.

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