Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Kuka-Chef Peter Mohnen steckt in einem Dilemma

Der Roboterbauer hat hausgemachte und externe Probleme. Dem Interims-Chef muss ein Spagat gelingen, wenn er dauerhaft im Amt bleiben will.
11.01.2019 - 16:01 Uhr Kommentieren
Der Interims-Chef muss beweisen, dass er auch eine gute Dauerlösung wäre. Quelle: KUKA AG
Peter Mohnen

Der Interims-Chef muss beweisen, dass er auch eine gute Dauerlösung wäre.

(Foto: KUKA AG)

In den Diskussionen um die Übernahme von Kuka durch die chinesische Midea ist der Augsburger Roboterbauer überhöht worden. Als Perle der deutschen Wirtschaft galten die Augsburger, mitten im zukunftsträchtigen Markt der Industrie 4.0. Das war wohl ein wenig überzeichnet, wie auch der Kaufpreis von mehr als vier Milliarden Euro ein wenig überzogen war.

Denn Kuka macht nur einen Teil des Umsatzes mit Robotern. Die operative Umsatzrendite ist dürftig. Im vergangenen Jahr lag sie wohl nur bei drei Prozent, selbst wenn man Zukunftsinvestitionen, Kosten für Umstrukturierungen und Kaufpreisallokationen herausrechnet.

Das liegt auch daran, dass Kuka unter Ex-Vorstandschef Till Reuter zwar gut gewachsen ist. Doch setzte das Unternehmen dabei auch viel Speck an. Zudem ist die Konkurrenz teils innovativer, es gibt Lücken in der Modellpalette.

Nun kommen auch noch externe Probleme dazu: Der Boommarkt China schwächelt, die Autoindustrie als wichtigster Abnehmer steckt in der Krise, die weltweiten Handelskonflikte belasten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Viel Arbeit also für Interims-Chef Peter Mohnen, der beweisen muss, dass er auch eine gute Dauerlösung wäre. Er steht vor kniffligen Herausforderungen. Den verunsicherten Mitarbeitern muss er Kontinuität garantieren, aber an vielen Stellschrauben Veränderungen durchsetzen.

    Er muss den chinesischen Eigentümern auch einmal die Stirn bieten, aber auch gemeinsam mit Midea den chinesischen Markt erobern. Er muss neue, einfachere Produkte entwickeln lassen, ohne dass die Margen noch mehr unter Druck geraten.

    Das Sofortprogramm, das Mohnen nun vorgestellt hat, geht in die richtige Richtung. Vielleicht ist Kuka nicht ganz so glänzend, wie es vor Jahren gezeichnet wurde. Doch es ist auch nicht so schlecht, wie nun manche meinen. Und Automatisierung wird ein Zukunftsmarkt bleiben - denn gerade in schlechten Zeiten müssen die Kunden ihre Produktivität verbessern. Und dafür Kuka-Produkte einsetzen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Kuka-Chef Peter Mohnen steckt in einem Dilemma
    0 Kommentare zu "Kommentar: Kuka-Chef Peter Mohnen steckt in einem Dilemma"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%