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Kommentar Kursrutsch an der Wall Street: Anleger müssen wieder nüchtern werden

Die Corona-Pandemie gleicht keiner anderen Krise der jüngeren Zeit. Wer die Chancen überschätzt oder die Perspektiven an den Märkten zu schwarz sieht, wird nur enttäuscht werden.
12.06.2020 - 07:05 Uhr Kommentieren
An der New Yorker Börse ging es am Donnerstag kräftig abwärts. Quelle: dpa
Wall Street

An der New Yorker Börse ging es am Donnerstag kräftig abwärts.

(Foto: dpa)

Auf einmal ist die Partystimmung vorbei. Es ist, als hätte am Donnerstag jemand die Musik aus- und das Licht angeschaltet und als hätten die Anleger zum ersten Mal seit Langem nüchtern in ihr Portfolio geschaut. Der Leitindex Dow Jones brach um knapp sieben Prozent ein und verbuchte den schlechtesten Tag seit dem Höhepunkt der Coronakrise im März.

In den vergangenen Wochen dominierte vor allem der Optimismus, dass sich die amerikanische Wirtschaft schneller erholen würde als ursprünglich angenommen – und vor allem ohne Rückschläge. Nichts konnte die Rally bremsen. Die Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt nicht, die wir im April und Mai gesehen haben. Auch die landesweiten Proteste und Plündereien nicht. Es dominierte die Angst, etwas zu verpassen und sich von den Experten um Virologe Anthony Fauchi und um Notenbank-Chef Jay Powell die Welt nicht zu schwarz malen zu lassen.

Die Wette war von Anfang an riskant. Sie konnte nur aufgehen, wenn die gute Stimmung an den Aktienmärkten schließlich auch durch starke und nachhaltige Wirtschaftsdaten bestätigt wird.

Faktisch gesehen hat sich in den vergangenen Tagen in den USA nicht viel verändert. Powells spricht bereits seit Monaten über seine Sorge vor langfristigen Schäden der US-Wirtschaft und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit. Die Bilder von Menschenmassen an Amerikas Stränden, von vollen Bars und Restaurants und seit neustem auch den Spielcasinos in Las Vegas, in denen keine Maskenpflicht herrscht, sind ebenfalls ausführlich dokumentiert. Doch das drang bis Donnerstag nicht zu den Anlegern durch.

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    Wie lange die Katerstimmung anhält, kann niemand sagen. Vielleicht ist sie am Freitag schon wieder vorbei. Doch solange der nüchterne Blick auf die Dinge anhält, wäre es gut, über eine neue Mitte nachzudenken. Eine die weder zu euphorisch noch zu panisch ist.

    Denn eigentlich ist längst klar, dass die kommenden Monate und Quartale von großer Unsicherheit geprägt sein werden, dass es Rückschläge geben wird, sowohl was die Fallzahlen angeht, wie wir derzeit in Bundesstaaten wie Texas und Arizona sehen, als auch bei der Entwicklung von Impfstoffen. Wer die Dinge zu rosa oder zu schwarz sieht, wird nur enttäuscht werden.

    Mehr: Die Rally ist nicht durch Fundamentaldaten getrieben, warnt Wirtschaftsexperte Mohamed El-Erian im Interview.

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