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Kommentar: Leises Aufatmen

An Gewalt stand der Erdstoß, der Indonesien am Ostermontag erschütterte, dem verheerenden Seebeben vom zweiten Weihnachtstag wenig nach. Aber durch Glück blieb dieses Mal der zunächst befürchtete Tsunami aus.

In die Trauer über die Todesopfer des gestrigen Bebens mischt sich in der Katastrophenregion im Indischen Ozean ein leises Aufatmen darüber, einer zweiten mörderischen Flutwelle entronnen zu sein. Aber selbst wenn es erneut zu einem Tsunami gekommen wäre, hätte dieser wohl weniger Menschen in den Tod gerissen als im Dezember.

Zumindest hatten Seismologen und Regierungen von Thailand bis Indien dieses Mal den Mut und die Geistesgegenwart, schnell Warnungen zu erlassen und über die Medien zum Verlassen der Küstenstreifen aufzurufen. Im indonesischen Aceh war es die bebende Erde selbst, welche aus Erfahrung klug gewordenen Menschen sofort zur Flucht trieb.

Solange der Region ein effektives Frühwarnsystem fehlt wie im Pazifik, das präzisere Vorhersagen zulässt, werden die traumatisierten Überlebenden bei jedem Erdstoß wieder in Panik davonrennen müssen, auch wenn sich Warnungen später als unbegründet erweisen. Das erschwert nicht nur den Wiederaufbau und das Vernarben psychologischer Wunden. Es schreckt auch Touristen von der Rückkehr an die Traumstrände entlang des Indischen Ozeans ab. Deren Ausbleiben straft Überlebende von Thailand bis auf die Malediven seit Weihnachten doppelt.

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