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Kommentar Lieber investieren als zocken

Research-Analysten raten aktuell zu einer kurzfristigen Wette mit Anleihen und Aktien. Wenn die Wette aufgeht, bringt es Anlegern letztlich aber nichts.
09.07.2020 - 19:21 Uhr Kommentieren
Die Aktienmärkte sind nach dem Corona-Kollaps im März zu rasant gestiegen. Quelle: dpa
Dax-Kurve

Die Aktienmärkte sind nach dem Corona-Kollaps im März zu rasant gestiegen.

(Foto: dpa)

Kurzfristig anlegen? Gar traden? Nie und nimmer, es widerspricht dem Investieren. Geldanlage ist ein langfristiges Ding. Das haben Investoren verinnerlicht. Die Experten des renommierten US-Analysteninstituts BCA Research aber raten jetzt doch zu einer Kurzfristwette.

Ihre Empfehlung: Für die nächsten Monate Staatsanleihen mit langer Laufzeit kaufen, bei Aktien dagegen auf fallende Märkte wetten. Man könne beispielsweise auf steigende Kurse von US-Bonds und gleichzeitig einen fallenden Dax setzen. Das verspricht nach Meinung von BCA derzeit die attraktivsten Erträge.

Der Gedanke dahinter: Die Aktienmärkte sind nach dem Corona-Kollaps im März zu rasant gestiegen. Bis zu gut 50 Prozent legten die Börsen in kurzer Zeit zu. Den denkbaren Auslöser für einen jähen Stopp dieses Spurts finden die Experten schnell. Wieder einmal ist das Virus ein potenzieller Stimmungsverderber. In den USA bleiben die Zahlen der Infizierten hoch, der Andrang in den Krankenhäusern nimmt zu.

Die Sorgen könnten sich schnell auf die Anleger übertragen. Dann würde wieder mehr Kapital in die relativ wertstabilen Anleihen strömen. Bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen gibt es dank der aktuellen Rendite von 0,7 Prozent noch Chancen auf erkennbare Kursgewinne. Deutsche Bundesanleihen rentieren dagegen bereits negativ, das Kurspotenzial gilt daher als begrenzt.

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    Für den Trader klingt die Idee interessant. Ein echter Investor wird sich die Strategie dagegen zweimal überlegen. Denn Anleihen sind in der Welt ohne Zins auf lange Sicht keine Ertragsbringer mehr. Wer heute eine Bundesanleihe mit Minusrendite kauft und bis zur Fälligkeit hält, verbrennt sogar Geld. Aktien dagegen dürfte es nutzen, dass diese wichtigste liquide Anlageklasse kaum noch etwas einbringt. Laut Schätzungen haben die globalen Bondmärkte ein Volumen von deutlich über 100 Billionen Euro. Die Aktienmärkte sind kleiner. Wenn nur ein moderater Teil der Anleihegelder an die Aktienbörsen fließen würde, dürfte das deren Kurse weiter nach oben treiben. 

    Der Investor kann sich also ruhig zurücklehnen. Selbst wenn der Trade wie erwartet verläuft und Gewinn abwirft: Anleihen wären dann noch weniger attraktiv als heute, Aktien würden dagegen bei tieferen Kursen interessanter. Wohin müsste dann der erfolgreiche Trader sein Geld stecken? Natürlich in Aktien. Echte Investoren haben also keinen Grund, sich infrage zu stellen.

    Mehr: Welche Aktien jetzt das Depot stabilsieren.

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