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Kommentar Megafusion von Linde und Praxair könnte eine Erfolgsgeschichte werden

Für ein Urteil über die Fusion von Linde und Praxair ist es noch zu früh. Aber: Der Gasekonzern ist gewappnet für eine konjunkturelle Abkühlung.
28.07.2019 - 16:34 Uhr 1 Kommentar
Die Fusion des Gasekonzerns mit Praxair war hochumstritten. Quelle: dpa
Linde Group

Die Fusion des Gasekonzerns mit Praxair war hochumstritten.

(Foto: dpa)

Megafusionen scheitern oft und liefern für die Investoren meist keinen Mehrwert. Das weiß man nicht erst, seit die „Hochzeit im Himmel“ von Daimler und Chrysler krachend gescheitert ist. Bei großen Deals, oft von Investmentbanken vorangetrieben, werden die Synergien überschätzt, die Risiken dagegen unterschätzt. Für die Aktionäre gibt es zu oft ein böses Erwachen.

Noch ist nicht entschieden, wo sich die Fusion von Linde und Praxair einordnen wird. Für ein Urteil ist es schlichtweg noch zu früh. Doch deuten die bislang nahezu völlig geräuschlose Integration ebenso wie der stabil steigende Aktienkurs darauf hin, dass der Zusammenschluss zum weltgrößten Gasekonzern eine der Erfolgsgeschichten unter den Megafusionen werden könnte.

Dabei war die Fusion ja nicht ohne Grund umstritten. Ein Traditionskonzern ist mit dem offiziellen Firmensitz aus Deutschland abgewandert. Das neue Unternehmen heißt zwar Linde, wird aber aus den USA heraus operativ geführt. Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle musste die Fusion brachial gegen alle Widerstände durchdrücken.

Doch so laut die Diskussionen waren, so leise ist es inzwischen um Linde geworden. Auf der Hauptversammlung in London gab es allenfalls noch kleine Nachgefechte.

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    Dass die Integration derweil geräuschlos läuft, liegt an einer guten Vorbereitung und daran, dass die industrielle Logik stimmt. Sauerstoff von Linde ist nicht anders als der von Praxair. Es müssen also nicht wie bei Daimler und Chrysler unterschiedliche Produktpaletten zusammengebracht werden, die nur schlecht zusammenpassen. Zudem hatten beide Unternehmen schon zuvor eine ähnliche, performancegetriebene Firmenkultur, und sie ergänzen sich regional gut.

    All das ist keine Garantie, dass der Zusammenschluss eine Erfolgsgeschichte wird. Doch könnte Reitzle recht behalten, dass der neue Konzern besser gewappnet ist für die konjunkturell schwierigen Zeiten, die da kommen.

    Mehr: Linde und Praxair sind keine Konkurrenten mehr. Die Fusion kann nun operativ vollzogen werden. Der neue Konzern lässt Air Liquide hinter sich und ist Weltmarktführer.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Megafusion von Linde und Praxair könnte eine Erfolgsgeschichte werden"

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    • Damit festigt Wolfgang Reitzle den Ruf, der fähigste deutsche Manager seiner Generation zu sein. Jetzt sollte er sich um die Problemfälle Conti und Schäffler kümmern.

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