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Kommentar Mehr Freiheit wagen: Jetzt muss die EU den Binnenmarkt retten

Die EU-Staaten sollten ihre Grenzen kontrolliert, aber so zügig wie möglich wieder öffnen. Das Jahrhundertprojekt der europäischen Einigung darf nicht in Gefahr geraten.
13.05.2020 - 16:38 Uhr Kommentieren
Im Juni fallen die Grenzen zwischen den beiden Nachbarländern. Doch nicht überall in der EU kann die Einschränkung der Reisefreiheit so zügig zurückgenommen werden. Quelle: imago images/Nordphoto
Deutsch-österreichischer Grenzübergang

Im Juni fallen die Grenzen zwischen den beiden Nachbarländern. Doch nicht überall in der EU kann die Einschränkung der Reisefreiheit so zügig zurückgenommen werden.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Wien Die schrittweise Öffnung der Grenzen durch Deutschland und die Empfehlungen der EU-Kommission sorgen für Zuversicht. Die Tourismusbetriebe in vielen Ländern können darauf hoffen, im Sommer ordentliche Geschäfte zu machen. In ganz Europa gibt es für die angekündigten Lockerungen viel Beifall bei Bürgern und Unternehmen. Doch von einer Rückkehr zum Europa ohne Grenzen sind wir noch weit entfernt.

Für die EU-Bürger bleiben Frankreich, Italien und Spanien noch immer auf unbestimmte Zeit verschlossen. Für die unterschiedliche Geschwindigkeit gibt es oft, aber nicht immer gute epidemiologische Begründungen, zum Beispiel bei den Beschränkungen von Reisen in die Urlaubsländer Kroatien und Slowenien, die von der Pandemie nur wenig betroffen sind.

Die Reisebeschränkungen dürfen auf keinen Fall dazu missbraucht werden, den eigenen Tourismusmarkt vor Konkurrenz zu schützen.

Für die EU ist es überlebenswichtig, in diesem pandemischen Sommer mehr Freiheit zu wagen. Bislang setzte die Politik einseitig, aber aus nachvollziehbaren Gründen auf Sicherheit. Jetzt geht es aber darum, die in der Krise entzogenen Freiheiten möglichst umfassend und schnell wiederherzustellen, um weiteren wirtschaftlichen Schaden zu verhindern.

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    Dazu kann es durchaus notwendig sein, in Europa mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorzugehen. Aber es muss sachlich begründet sein und dem Ziel der Rückkehr zur Grenzenlosigkeit dienen.

    Gerade in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg ist es wichtig, in kontrollierter Schnelligkeit zur zentralen Errungenschaft Europas, dem Binnenmarkt, zurückzukehren. Mit einer größeren, aber kontrollierten Risikobereitschaft stillen die EU und ihre Mitgliedsländer nicht nur die wachsende Sehnsucht nach Reisefreiheit und stützen den Tourismus.

    Sie retten vor allem das Jahrhundertprojekt der europäischen Einigung, das trotz aller Krisen seit Jahrzehnten für wachsenden Wohlstand gesorgt hat.

    Mehr: Reise ins Ungewisse: Tourismusbranche hofft nach Grenzöffnungen auf Neustart

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