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Kommentar Merck darf beim Werben um Versum nicht lockerlassen

Die Übernahme des Halbleiterzulieferers Versums ist wichtig für die Zukunft des Konzerns aus Darmstadt – und nicht zuletzt für die Aktionäre.
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Der Konzern braucht einen starken Partner für die Zukunft. Versum könnte das sein. Quelle: Reuters
Merck

Der Konzern braucht einen starken Partner für die Zukunft. Versum könnte das sein.

(Foto: Reuters)

Der Darmstädter Merck-Konzern ist weiter entschlossen, den US-Halbleiterzulieferer Versum Materials zu übernehmen, auch wenn das Management von Versum dies nicht will. Wie wichtig diese Übernahme für Merck ist, zeigt die Bilanzvorlage am Donnerstag.

In zwei seiner drei Geschäftsbereiche – Pharma und Life Science mit dem Labor- und Produktionsausrüstergeschäft – kommt das Unternehmen gut voran. Neue Produkte und Allianzen bieten positive Wachstumsaussichten.

Aber in der 2,4 Milliarden Euro schweren Chemiesparte stellt sich Merck 2019 auf ein schrumpfendes Geschäft ein. Das lukrative Geschäft mit den Flüssigkristallen könnte deutlich zurückgehen, weil in China zu viel Kapazitäten aufgebaut wurden.

Auch bei den Oberflächenprodukten für die unter Druck stehende Automobilindustrie sind keine Sprünge nach vorn in Sicht. Nur die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions, das Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise, wächst stark, ist aber für sich genommen mit 596 Millionen Euro Umsatz zu klein, um bei der Entwicklung der Chiptechnologien vornan zu bleiben.

Hier würde sich Merck mit Versum also einen starken Partner ins Boot holen und einen vielversprechenden Bereich ausbauen können, der auch die Schwankungen im Geschäft mit den Flüssigkristallen künftig besser auffangen könnte. Zumal unklar ist, wie lange Flüssigkristalle als Produkt überhaupt noch gefragt sein werden und wie gut der junge OLED-Bereich einen Nachfragerückgang auffangen kann.

Mit Blick auf die Zukunft seiner Chemiesparte hat Merck also gute Gründe, an der 5,9 Milliarden Dollar schweren Offerte für Versum festzuhalten. Schließlich muss den Aktionären auch ein attraktiver Aufschlag geboten werden, wenn sie sich gegen die vereinbarte Fusion von Versum mit Entegris und für Merck entscheiden sollen. Die Chance ist da; am Ende zählt das Votum der Anteilseigner und nicht das des Versum-Managements.

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