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Kommentar Merkel muss den Kampf gegen das Corona-Virus zur Chefsache machen

Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Amtszeit immer wieder Führungsstärke gezeigt. Doch in der Virus-Krise scheint sie verschwunden – das muss sich ändern.
28.02.2020 - 16:52 Uhr 2 Kommentare
Die Bundeskanzlerin muss in der Krise Präsenz zeigen. Quelle: AP
Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin muss in der Krise Präsenz zeigen.

(Foto: AP)

Die unbestrittene Stärke von Kanzlerin Angela Merkel liegt im Krisenmanagement. Unvergessen ist ihr gemeinsamer Auftritt mit Peer Steinbrück nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, als sie vor laufenden Kameras eine Garantie für die Spareinlagen der Bürger abgab. Auch in der Schuldenkrise und verschiedenen Hochwasserkatastrophen war Merkel da, wenn man sie brauchte.

Mit dicken Lettern hat sie sich in die Geschichtsbücher eingeschrieben. Bei der letzten Zuspitzung, der Flüchtlingskrise, führte Merkel von der Spitze und verlagerte die Koordination ins Kanzleramt. Gleich wie man zu ihrer Flüchtlingspolitik steht, nach anfänglichen Schwierigkeiten kam Ordnung ins Chaos.

Momentan wirkt die Kanzlerin jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Sie überlässt den Kampf gegen die Corona-Krise ihren Ministern Jens Spahn und Horst Seehofer, die in der Bevölkerung lange nicht das Standing haben, wie es die Kanzlerin genießt.

In Krisenzeiten müssen Regierungschefs der Bevölkerung aber vermitteln, dass sie die Lage im Griff haben. Da reicht die reine Telefondiplomatie nicht aus. Auch eine Beratung mit den zuständigen Ministern ist zu wenig.

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    Merkel ist nach wie vor die beliebteste Politikerin im Land. Sie gilt als Fels in der Brandung, trotz aller Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik. Es ist jetzt Zeit zum Handeln.

    Die Regierungschefs der USA, Chinas und Italiens sind längst dabei, den Menschen Ängste zu nehmen. Auf einen öffentlichen Auftritt Merkels wartet man vergeblich. Der nächste logische Schritt wäre dann kommende Woche eine Regierungserklärung im Bundestag. Es ist Zeit, das Schweigen zu brechen.

    Mehr: FDP-Chef Christian Lindner fordert im Gastbeitrag sieben Maßnahmen für eine beherzte Wirtschaftspolitik gegen die Corona-Krise.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Merkel muss den Kampf gegen das Corona-Virus zur Chefsache machen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Leider hat die Dame durch ihr "Krisenmanagement" sämtliche Krisen ihrer viel zu langen Amtszeit immer nur wesentlich verschlimmert. Energiewende, Flüchtlingskrise, Erdogan-Deal, etc. etc..
      Selbst das Coronavirus würde mit Merkels Hilfe wahrscheinlich ins Negative mutieren.
      Avanti Dilettanti!!!

    • Eigenartig, dass der Rechtsextremismus ausgerechnet in den Regierungsjahren von Fr. Merkel massiv erstarkt ist.
      So viele rechtsextreme Morde und Attentate wie unter Fr.Merkel gab es noch nie in der Geschichte der BRD.
      Echte Führungsstärke kann ich da überhaupt nicht erkennen. Fr.Merkel fehlt Leidenschaft und Charisma.
      Wir haben führungsstärkere Politiker und Politikerinnen in Deutschland.
      Fr. Merkel ist vielleicht auch schon krisenmüde und hätte sich die letztere Kanzlerschaft nicht mehr zumuten sollen.

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