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Kommentar Merkels G20-Trumpf ist der Corona-Impfstoff

Die politischen Gewichte in der Welt haben sich verschoben. China ist obenauf, die USA hängen in den Seilen. Die Kanzlerin kann aber mit einer Firma renommieren. 
20.11.2020 - 09:03 Uhr 3 Kommentare
Angela Merkel hat sich ihre Abschiedstournee sicher anders vorgestellt – einen Trumpf hat sie jedoch. Quelle: AFP
Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag

Angela Merkel hat sich ihre Abschiedstournee sicher anders vorgestellt – einen Trumpf hat sie jedoch.

(Foto: AFP)

Wenn am Wochenende die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer virtuell zusammenkommen, haben sich die politischen Gewichte verschoben. China, das noch am Anfang des Jahres unter der Coronakrise litt, hat sich längst davon erholt und setzt nun handelspolitische Ausrufezeichen. Der jüngst beschlossene Asien-Pazifik-Raum, das größte Freihandelsabkommen der Welt, stärkt Peking den Rücken.  

Die USA hängen dagegen in den Seilen. Sie sind mitten in der zweiten Pandemiewelle und haben einen Präsidenten, der den Wahlsieg Joe Bidens nicht anerkennt.

Wahrscheinlich wird Donald Trump sogar durch Abwesenheit in der Weltgemeinschaft glänzen. In den USA geht er meistens golfen, und seine Anwälte wollen für ihn eine zweite Amtszeit herausholen. Sollte er keine Lust auf die G20 haben, würde er zu den Staats- und Regierungschefs wohl seinen Wadenbeißer, den Außenminister Mike Pompeo, schicken. 

Europa befindet sich im zweiten Lockdown. Der fällt stellenweise hart aus, wie etwa in Frankreich. Oder ist eine Light-Version, wie derzeit noch in Deutschland.

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    Die Kanzlerin hat sich ihre Abschiedstournee durch die Gremien der Weltpolitik sicherlich nicht so vorgestellt. Die Pläne von Angela Merkel waren andere. Sie wollte Deutschland als Wirtschaftsmacht mit Vollbeschäftigung präsentieren und als EU-Ratspräsidentin mit ihrer Vertrauten, der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Europa als Zukunftsregion zeigen.

    Daraus wird nun nichts mehr. Europa entfachte einen veritablen Streit um das EU-Budget mit Ungarn und Polen.

    Deutscher Impfstoff bringt Hoffnung

    Der Brexit ist weder abgeschlossen noch verdaut. Große Freihandelsabkommen wie mit Südamerika werden überfrachtet mit gut gemeinten Vorschlägen aus der Umwelt- und Sozialpolitik. 

    Einen Trumpf hat die Kanzlerin jedoch. Renommieren kann sie damit, dass eine deutsche Firma bei der Entwicklung der Impfstoffe weit vorn liegt. Sie belegt damit die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung.

    Während der US-Präsident so tut, als hätte er einen Impfstoff persönlich erfunden, ist die deutsche Regierungschefin sicherlich stolz, dass ein Gründerpaar aus Mainz mit türkischen Wurzeln eine Partnerschaft mit einem amerikanischen und einem chinesischen Pharmaunternehmen eingegangen ist.

    Das zeigt, dass nach der Pandemie die Arbeitsteilung nur auf globaler Ebene gelingen wird. Auch wenn die Welt durch Corona und den Klimawandel anders aussieht. 

    Merkel wäre nicht Merkel, wenn sie nicht auch bei einem solchen Treffen pragmatisch bliebe. Sie ist erfahren genug, um zu wissen, dass vor dem Gipfel nach dem Gipfel ist.

    Mehr: „Ihr habt eure Gesetze, wir haben unsere“: Saudi-Arabien verbittet sich Einmischung bei Menschenrechten

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    3 Kommentare zu "Kommentar: Merkels G20-Trumpf ist der Corona-Impfstoff"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • eines scheint Ihnen auch entgangen zu sein, dass
      die Chinesen auch einen Impfstoff entwickelt haben,
      den sie Afrika, Brasilien usw. teilweise - mit Hintergedanken-
      anbieten

    • Sie sind richtig spassig. Die Firma ist eine deutsche-amerikanische Firma, also nichts vorhanden. Im übrigen sollte Ihnen klar sein, dass in Amerika die meistens Forschungen
      stattfinden, zumal in Deutschland Forschungen total behindert werden. Warum gehen
      Deutsche zum Forschen in die USA, weil das Umfeld stimmt. Die Grünen sind doch die
      Blockierer.

    • Was soll so eine Beweihräucherung der Kanzlerin? Wo ist hier eine kritische Berichterstattung zu finden?

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