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Kommentar Merkels Lob für Klimaschützer ist ein Hohn, wenn keine Taten folgen

Die 16-jährige Greta Thunberg ruft zu Demonstrationen für den Klimaschutz auf. Die Kanzlerin lobt den Einsatz, dabei müsste sie selbst in Aktion treten.
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Die Kanzlerin muss mehr für den Klimaschutz tun, als Greta Thunberg zu loben. Quelle: dpa
Greta Thunberg

Die Kanzlerin muss mehr für den Klimaschutz tun, als Greta Thunberg zu loben.

(Foto: dpa)

Seit vielen Wochen sorgt Greta Thunberg für Schlagzeilen und Bilder, die das Herz erwärmen: Schülerinnen und Schüler demonstrieren in den Städten der Welt für schnellen, entschlossenen Klimaschutz. Eine 16-jährige Schwedin mit Zöpfen und einer klaren Haltung bringt Hunderttausende junger Menschen dazu, auf die Straße zu gehen. Wer wollte das nicht beklatschen oder sich gar wünschen, die eigenen Kinder würden endlich einmal für einen Moment Netflix abschalten und mitmachen?

Dass aber ausgerechnet Kanzlerin Angela Merkel auf diesen Zug aufspringt und die Aktivitäten der von Greta Thunberg angeführten Schülerinnen und Schüler unterstützt, kommt deren Verhöhnung gleich. Angela Merkel hat es zwar in den vergangenen Jahren vermocht, den Klimaschutz auf der internationalen Agenda weit nach oben zu setzen. Danach ist aber nicht mehr viel passiert.

Deutschland hinkt bei der Erreichung seiner Klimaschutzziele hinterher, ist vom Vorreiter zum Mitläufer geworden. Deutschland betreibt eine inkonsequente, ineffiziente Klimaschutzpolitik. Der geplante Kohleausstieg ist dafür ein Beispiel. Hier wird mit viel Geld die minimale Beschleunigung eines Prozesses erkauft, der ohnehin durch den europäischen Emissionshandel vorgezeichnet ist.

Den Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor treibt man auf Biegen und Brechen voran. An den Stellen hingegen, wo man mit geringem Einsatz große CO2-Einsparungen erreichen könnte, etwa im Gebäudesektor, passiert so gut wie nichts. Die Kosten für die Vermeidung von CO2 sind so gigantisch.

Die Politik legt die Latte im Klimaschutz immer wieder ein Stückchen höher, bleibt aber die Antwort schuldig, wie die Ziele verlässlich und effizient erreicht werden könnten. So erreicht werden können, dass das Land seine Wettbewerbsfähigkeit nicht gefährdet.

Die Menschen zu loben, die Greta Thunberg um sich schart, ist wohlfeil. Als Kanzlerin muss Merkel aber mehr für den Klimaschutz tun.

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