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Kommentar Merz muss den ohnehin knapp kalkulierten Rettungsplan für Thyssen-Krupp zurechtstutzen

Die Krise legt die Schwächen des Elevator-Verkaufs schonungslos offen. Die Einschnitte für die Mitarbeiter werden wohl deutlich tiefer sein als vorher angenommen.
03.05.2020 - 18:02 Uhr Kommentieren
Die Thyssen-Krupp-Chefin muss große Herausforderungen bewältigen. Quelle: AFP
Martina Merz

Die Thyssen-Krupp-Chefin muss große Herausforderungen bewältigen.

(Foto: AFP)

Für die gesamte deutsche Industrie ist die Coronakrise das Worst-Case-Szenario. Einen derart historischen Einbruch der Wirtschaft infolge einer globalen Pandemie hatte kein Unternehmen der Welt in seinen Prognosen für das Jahr 2020 berücksichtigt.

Das gilt auch für den Industriekonzern Thyssen-Krupp, der wegen seiner starken Abhängigkeit von der Autoindustrie in besonderem Maße von der Rezession betroffen ist.

Die Belastungen sind immens: Mehr als 30.000 Mitarbeiter des Ruhrkonzerns befinden sich in Kurzarbeit, viele Standorte sind geschlossen oder produzieren deutlich unterhalb der normalen Auslastung.

In solchen Zeiten ist es für Unternehmen wichtig, trotz des Nachfrageeinbruchs liquide zu bleiben. Auf den ersten Blick wirkt es da wie ein Glücksfall, dass Thyssen-Krupp noch kurz vor der Krise den Verkauf der profitablen Aufzugssparte für 17,2 Milliarden Euro unter Dach und Fach bringen konnte.

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    Mit dem Geld will sich der schon seit Jahren finanziell angeschlagene Konzern endlich bilanziell sanieren. Was übrig bleibt, sollte in die Weiterentwicklung der übrigen Geschäfte fließen, die nahezu allesamt auch ohne Corona an erheblichen strukturellen Schwächen leiden.

    Doch die Corona-Pandemie stellt das Management nun vor ein schweres Problem. Denn ein großer Teil des Geldes, das auch ohne Corona schon vollständig verplant war, fließt nun in die Bewältigung der Folgen der Pandemie.

    Statt weiter von den weitgehend stabilen Elevator-Erlösen zu profitieren, muss Thyssen-Krupp in der Krise von einer hohen, aber endlichen Einmalzahlung zehren. Ist die einmal weg, kommt sie nicht wieder.

    Nun muss Vorstandschefin Martina Merz den ohnehin schon knapp kalkulierten Rettungsplan für Thyssen-Krupp zurechtstutzen. Die Einschnitte für die Mitarbeiter werden wohl deutlich tiefer, die Fortschritte bei der Weiterentwicklung wiederum kleiner ausfallen als bislang geplant. Denn einen zweiten Versuch kann sich der Konzern schlicht nicht mehr leisten.

    Mehr: Thyssen-Krupp: Finanzieller Spielraum nach Milliarden-Deal „weitaus geringer als angenommen“.

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