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Windräder in Niedersachsen

Flauten wegen Sonnenmangels und windstiller Tage wird es auch künftig geben.

(Foto: dpa)

Kommentar Mit dem Fokus allein auf erneuerbare Energien kann die Energiewende nicht gelingen

Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse genügt nicht, um den Bedarf zu decken. Die Politik sollte auch jene Techniken würdigen, die ebenso CO2-neutral Energie erzeugen könnten.
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Das Aufsehen ist stets groß, wenn es einen Tag gibt, an dem der komplette Strombedarf in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Am vergangenen Donnerstag war hingegen nichts darüber zu lesen, wie sich der Strom über die einzelnen Energieträger zusammensetzt.

Dabei gab es einen Anlass: Um 14 Uhr erreichte der Anteil von Solar-, Wasser- und Windkraft sowie Biomasse mit 12,3 Prozent seinen vorläufigen Jahrestiefststand.

Das zeigt: Auf erneuerbare Energien ist weiter kein Verlass. Flauten wegen Sonnenmangels und windstiller Tage wird es auch künftig geben. Auch das Speichern von Strom bleibt absehbar schwierig.

Grundsätzlich gilt: Im Energiemix muss Klimaschutz Priorität haben. Wir brauchen dazu aber Alternativen, die fossile Energieträger ablösen und erneuerbare ergänzen können. Grüner Strom ist kein Allheilmittel.

Es ist daher sinnvoll, wenn der Staat etwa in die Forschung der Stromproduktion aus Kernfusion investiert. Die Forderung, die Fusionsforschung komplett einzustellen, nur weil beim Begriff „Kernkraft“ bei so manchem sofort alle Alarmglocken läuten, zeugt von mangelnder Weitsicht. Denn sollten wir eines Tages tatsächlich Strom aus Kernfusion gewinnen können, wäre dieser wohl nicht nur günstig und sauber, sondern auch vergleichsweise sicher.

Am Ende sind es vor allem Länder wie China und Indien, die darüber entscheiden, ob die Erderwärmung beschleunigt oder eingedämmt wird. Da nicht damit zu rechnen ist, dass dort das Bewusstsein für Klimaschutz der Wettbewerbsfähigkeit vorgezogen wird, sollte die Bundesrepublik als international bedeutender Forschungsstandort Vorreiter sein und Verantwortung für das Klima übernehmen – egal, wo sich der Wandel entscheidet.

Konkret heißt das: Statt einseitig Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu fördern, sollte die Politik auch weiter all jene Techniken würdigen, die ebenso CO2-neutral Energie erzeugen könnten.

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