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Kommentar Mit dem Vorstoß ins Luxussegment könnte Amazon den Markt spalten

Der Onlineriese schließt seine letzte große Lücke und nimmt anspruchsvolle Kunden ins Visier. Doch die Luxusbranche ist für Amazon schwer zu knacken.
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In den USA und nun auch in Großbritannien will der Internetriese neue Kundengruppen für sich erschließen. Quelle: AP
Amazon-Geschäft in New York

In den USA und nun auch in Großbritannien will der Internetriese neue Kundengruppen für sich erschließen.

(Foto: AP)

Amazon hat Schwierigkeiten, auch Premium- und Luxusmodemarken für seine Verkaufsplattform zu gewinnen. Das will der US-Konzern ändern. Mit einem Pop-up-Store in London umwirbt der US-Digitalriese jetzt die gehobene Modebranche und deren anspruchsvolle Kunden, die bislang bei der Suche nach hochwertiger Kleidung einen Bogen um Amazon machen.

Damit versucht das weltgrößte Online-Kaufhaus eine der wenigen Lücken zu schließen, die es in seinem schier unbegrenzten Warenangebot noch gibt. Denn ansonsten liefert der einst als Online-Buchhandlung gestartete Konzern seinen Kunden alles von der Wiege bis zur Bahre: von Windeln und Kinderspielzeug über Drohnen und Elektrofahrräder bis zum Rollator für den Senior und zur Urne für die Einäscherung nach dem Ableben.

Mit seinem umfassenden Angebot von der Geburt bis zum Tod ist der US-Konzern auf dem besten Weg, zum lebenslangen Dienstleister im Massengeschäft zu werden. Doch diese Allmacht birgt Gefahren, weil Amazon zu einer Datenkrake wird, die immer mehr Informationen über ihre Kunden sammelt und genau weiß, wie sie ticken.

Das wird den Markt langfristig spalten: in die Kundschaft, die aus Bequemlichkeit nahezu alles online bei Amazon bestellt. Und in diejenigen Konsumenten, die sich weigern, zum gläsernen Kunden zu werden. Und die sich auch von der Masse abheben wollen.

So haben Spezialplattformen wie Zalando für die gesamte Modewelt oder Thomann als Spezialist für die Musikbranche weiterhin eine Chance, sich gegen den Allrounder Amazon zu behaupten.

Denn sie kennen sich auf ihren Gebieten wesentlich besser aus als der global agierende Generalist. Aber auch die Luxusmodebranche wird Amazon nur schwer für sich gewinnen können. Denn die verkauft ihre Spitzenprodukte lieber auf Spezialplattformen wie Netaporter oder in ihren eigenen Onlineshops. Nur dort treffen sie auf das gesuchte exquisite Umfeld.

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