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Kommentar Mit immer neuen Rückrufen verspielt die Autoindustrie viel Vertrauen

Die weiter steigenden Rückrufzahlen sind ein Warnsignal für die Automobilbranche. Dabei gilt es, nun das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.
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In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind in Deutschland und in den USA wieder mehr Fahrzeuge in die Werkstätten beordert worden. Quelle: Bloomberg
Autohandel

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind in Deutschland und in den USA wieder mehr Fahrzeuge in die Werkstätten beordert worden.

(Foto: Bloomberg)

Mit ihren Versprechen kündigen die Automobilhersteller sorgenfreie Zeiten an: In wenigen Jahren sollen ihre Fahrzeuge technisch so aufgerüstet werden, dass die Zahl der Verkehrsunfälle in näherer Zukunft langsam gen null geht. Und irgendwann wäre der Zeitpunkt erreicht, an dem keine Verkehrstoten mehr beklagt werden müssten. Modernste Sensorik und die anstehende Digitalisierung würden dafür sorgen.

Die Realität spricht leider eine andere Sprache. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind in Deutschland und in den USA wieder mehr Fahrzeuge in die Werkstätten beordert worden. Und es waren vor allem sicherheitsrelevante Mängel, die die Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks auf den Plan riefen. Mal waren es Fehler an den Airbags, ein anderes Mal gab es Probleme mit den Sicherheitsgurten.

Anspruch und Wirklichkeit liegen in der Automobilindustrie weit auseinander. Wie sollen denn rosige unfallfreie Zeiten jemals anbrechen, wenn sicherheitsrelevante Bauteile an vielen Autos schon heute nicht in Ordnung sein? Einiges spricht dafür, dass die Probleme sogar noch zunehmen werden.

Denn mit den vielen Kameras, Sensoren und einem gewaltigen Zuwachs an integrierter Software nimmt die Komplexität in den Fahrzeugen noch deutlich zu. Einen Neuwagen der Zukunft zu konstruieren wird aller Voraussicht nach künftig also um einiges komplizierter. Mit den steigenden Rückrufzahlen der Gegenwart sorgen Automobilhersteller und Zulieferer dafür, dass das ohnehin angeschlagene Vertrauen in die Branche tendenziell abnimmt.

Die Automobilindustrie sollte sich also jetzt überlegen, ob sie wirklich schon die unfallfreie Zukunft versprechen will. Deutlich sinnvoller wäre es doch, wenn die Branche erst einmal ihre aktuellen Probleme mit den Rückrufen in den Griff bekäme und in einem zweiten Schritt über die Zukunft räsoniert. Mehr Ehrlichkeit und Offenheit sind angebracht.

Mehr: Neue Studien zeigen: Die Zahl der Rückrufe der Autohersteller ist im ersten Halbjahr erneut gestiegen – in Deutschland, aber auch in den USA.

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2 Kommentare zu "Kommentar: Mit immer neuen Rückrufen verspielt die Autoindustrie viel Vertrauen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wer die Zulieferer bis aufs Blut ausquetscht muss sich nicht wundern, dass es zu Rückrufen kommt.

  • Wer da überhaupt noch Vertrauen hat, nach all dem was war....

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