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Kommentar Möglicher Anlegerskandal um Karatbars: Augen auf beim Goldkauf

Angesichts schwacher Regeln und oft machtloser Aufsichtsbehörden müssen sich Edelmetallanleger selbst schützen. Und das ist gar nicht so schwer.
11.11.2019 - 19:32 Uhr Kommentieren

So erkennen Anleger unseriöse Goldinvestments

Die Edelmetallbranche kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus: Wenige Wochen, nachdem der Goldhändler PIM Insolvenz anmelden musste, könnte womöglich der nächste millionenschwere Anlegerskandal in dem wenig regulierten Markt drohen.

Der Stuttgarter Goldhändler Karatbars hatte Anlegern versprochen, eine goldgedeckte Kryptowährung auszugeben. Doch dem hat die Finanzaufsicht Bafin nun einen Riegel vorgeschoben. Karatbars muss die Kryptowährung abwickeln – und potenziell Tausende Anleger müssen um ihr Geld zittern.

Im Fall Karatbars hat die Bafin schnell reagiert. Das Versprechen eines fixen Wechselkurses zwischen Kryptotoken und Edelmetall stufte die Finanzbehörde als sogenanntes E-Geld ein. Um das auszugeben, brauchen Unternehmen in Deutschland eine Genehmigung der Bafin. Viele andere dubiose Goldgeschäfte sind nicht so leicht durchschaubar. Oft können die Aufseher kaum durchgreifen. Die Anleger sind daher selbst in der Pflicht, sich zu schützen.

Glücklicherweise ist es einfach, Angebote von seriösen Goldhändlern von den schwarzen Schafen zu unterscheiden. Generell gilt: Es gibt beim Goldkauf keine Schnäppchen – und auch nichts geschenkt. Wer sich mit dem Kauf von Gold beschäftigt, sollte sich zunächst über den aktuellen Marktpreis informieren. Die Margen im Handel mit physischem Gold sind sehr gering. Bei Preisen, etwa für Barren und Münzen, die unterhalb des Spotmarktpreises liegen, sollten Anleger argwöhnisch werden.

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    Gold eignet sich zudem nicht für provisionsbasierte Vertriebsmodelle. Vermittler, die Goldprodukte auf Provisionsbasis verkaufen, holen ihren Lohn meist über erhöhte Verkaufspreise oder zu geringe Rücknahmepreise wieder herein. Wer auf der sicheren Seite sein will, kauft sein Gold bei einem der großen Händler oder bei der örtlichen Sparkasse oder Volksbank. Von Ebay-Käufen sollten Anleger die Finger lassen.

    Gleiches gilt für zinsähnliche Erträge auf Gold – egal ob diese „Bonusgold“, „Treuebonus“ heißen – oder ähnlich vielversprechende Werbebotschaften. Gold ist kein Produktivkapital, daher ist es praktisch unmöglich, mit dem Edelmetall stabile Erträge zu erwirtschaften. Anbieter, die so etwas versprechen, verkaufen ebenfalls entweder überteuertes Gold – oder stehen wie im Fall PIM im Verdacht, betrügerische Methoden anzuwenden.

    Auch beim Kauf von Barren und Münzen sollten Anleger auf bekannte und verbreitete Marken setzen.

    Generell gilt: Wissen ist der beste Schutz gegen Anlagebetrug. Und für dieses Wissen ist jeder Investor erst einmal selbst verantwortlich. Wenn die Behörden eingreifen, ist es oft schon zu spät.

    Mehr: Der Unternehmer Harald Seiz wollte mit einer angeblich goldgedeckten Digitalwährung das Finanzsystem revolutionieren. Nun schreiten die Behörden ein. Lesen Sie hier mehr.

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