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Kommentar Munich-Re-Chef Wenning muss neue Perspektiven liefern

Joachim Wenning hat den Rückversicherer Munich Re wieder auf Kurs gebracht, die Strategie funktioniert. Aber nun müssen weitere Schritte folgen.
21.01.2020 - 18:52 Uhr Kommentieren
Der Unternehmenschef muss Investoren und Mitarbeitern klarmachen, wohin er den Konzern steuern will. Quelle: Reuters
Joachim Wenning

Der Unternehmenschef muss Investoren und Mitarbeitern klarmachen, wohin er den Konzern steuern will.

(Foto: Reuters)

Es war ein Diktum, dem damals nicht jeder zustimmen wollte. „Unsere Strategie stimmt“, postulierte Munich-Re-Konzernchef Joachim Wenning beim Wechsel auf den Chefsessel des Dax-Konzerns im Jahr 2017.

Doch die Zahlen sagten etwas anderes: Die Ergebnisse bröckelten kontinuierlich, obwohl die Münchener bis 2015 regelmäßig Gewinne von drei Milliarden Euro und mehr abgeliefert hatten. Nach drei Jahren an der Spitze des Konzerns müssen jetzt auch Kritiker zugeben, dass Wenning geliefert hat.

So klettert der Gewinn des Konzerns seit 2018 wieder nach oben, und der Aktienkurs steht auf dem höchsten Stand seit 2002. Doch selbst viele Analysten glauben inzwischen, dass Titel des Rückversicherers kurzfristig kaum mehr Chancen haben, deutlich zuzulegen. Wo soll also die Fantasie in München für die kommenden Jahre herkommen?

Das Umfeld für die Rückversicherer ist unverändert schwierig. Zum einen sind viele Entwicklungen vom Management kaum beeinflussbar, etwa das Niedrigzinsumfeld, der starke Wettbewerb in der Rückversicherung und das Auftreten von Großschadensereignissen. Zum anderen will Wenning den Konzern mit ruhiger Hand lenken.

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    Umso wichtiger ist es, dass der Unternehmenschef mit einer neuen Langfristplanung, die im Herbst stehen soll, Investoren und Mitarbeitern klarmacht, wohin er den Konzern steuern will. Mit neuen Kennziffern allein wird es allerdings nicht getan sein. Klimawandel, neue Wettbewerber und der technologische Umbruch verändern auch das Geschäft der Rückversicherer nachhaltig.

    Die gute Stimmung der Anleger wird darum nur anhalten, wenn Wenning neue Perspektiven liefert. Die Chancen dafür stehen gut. Mit seiner hemdsärmeligen Art hat er den Konzern beim Gewinn schon wieder auf Wachstumskurs gebracht. Die Investoren werden ihn aber auch daran messen, ob er den stolzen Mitarbeitern des bald 140 Jahre alten Versicherers überzeugend vermitteln kann, dass ein weitreichender Umbruch nötig ist.

    Mehr: Die Munich Re feilt an einem neuen Langfristplan. Schon jetzt ist klar, dass der Gewinn des Münchener Dax-Konzerns wieder die Drei-Milliarden-Euro-Marke übersteigen soll.

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