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Credit Suisse

Die Bank ließ einen hochrangigen Mitarbeiter beschatten.

(Foto: dpa)

Kommentar Nach der Spitzelaffäre darf die Credit Suisse jetzt nicht in den Alltagsmodus schalten

Die Überwachung des Bankers Iqbal Khan hat das Image des Finanzplatzes Schweiz ramponiert. Die Credit Suisse muss ihre Kultur auf den Prüfstand stellen.
01.10.2019 - 14:30 Uhr Kommentieren

Falls bei Ihnen mal eine Party so richtig aus dem Ruder gelaufen sein sollte, keine Sorge: Die Credit Suisse hat bewiesen, dass alles immer noch viel schlimmer kommen kann.

Im Januar hatten sich Bankchef Tidjane Thiam und Iqbal Khan, der die Vermögensverwaltung der CS verantwortete, auf einer Cocktailparty zerstritten. Khan kündigte seinen Job, ging zum Rivalen UBS – und stellte im September fest, dass er von Detektiven im Auftrag seines alten Arbeitgebers Credit Suisse verfolgt wurde.

Der Boulevard walzte die Details der Spitzelaffäre genüsslich aus, inklusive Luftaufnahmen vom Wohnsitz der beiden Alphamännchen. Nicht nur das Image der Bank, sondern auch das des Finanzplatzes Schweiz wurde ramponiert.

Nun hat eine eilig anberaumte Untersuchung einer Züricher Anwaltskanzlei ergeben, dass Thiam nicht in die Überwachung Khans involviert war. Es soll sich um eine eigenmächtige Aktion zweier CS-Manager handeln, die fürchteten, dass Khan Mitarbeiter der Bank abwerben könnte. Am Ende hat die Affäre vor allem Verlierer produziert.

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    Wenn Bankchef Thiam tatsächlich nichts von der Überwachungsaktion wusste, muss er sich unweigerlich den Vorwurf gefallen lassen, dass er nicht mitbekommt, was in seinem eigenen Haus geschieht. Weitere Fehltritte darf er sich nicht erlauben.

    Auch Verwaltungsratschef Urs Rohner macht in der Sache keine gute Figur. Mag sein, dass die beiden zurückgetretenen Manager eigenmächtig handelten – doch sie hatten dabei angeblich die Interessen der Bank im Sinn. Aber welche Kultur muss bei der Credit Suisse herrschen, wenn es führende Mitarbeiter für legitim halten, Spitzel auf einen bis dato unbescholtenen Mitarbeiter anzusetzen?

    Auch wenn die Bank die Affäre am liebsten abhaken würde, muss die eigentliche Aufarbeitung jetzt erst beginnen: Die Credit Suisse muss ihre Kultur auf den Prüfstand stellen. Hier ist etwas faul – und das waren sicher nicht die Cocktails.

    Mehr: Der ehemalige Credit-Suisse-Topmanager Iqbal Kahn steigt als neuer Co-Chef bei UBS ein. Damit hat er beste Chancen, CEO Ermotti zu beerben.

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