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Kommentar Netflix scheitert an den eigenen Zielen – und darf bei den Inhalten nicht nachlassen

Der Konkurrenzkampf im Streamingmarkt nimmt an Härte zu. Das spürt auch Netflix. Der Konzern muss sich auf seine Stärken besinnen, um die Spitze zu verteidigen.
21.10.2020 - 17:29 Uhr Kommentieren
Der Konzern hat weniger neue Kunden gewonnen als geplant. Quelle: Reuters
Netflix

Der Konzern hat weniger neue Kunden gewonnen als geplant.

(Foto: Reuters)

Die Nachricht klingt zunächst kurios: Die Analysten sind enttäuscht, weil der Streamingdienst Netflix nur 2,2 Millionen neue Kunden im abgelaufenen Quartal gemeldet hat. Wer begreifen will, warum ein millionenschwerer Zuwachs für Enttäuschung an der Börse sorgt, muss bei Netflix genau hinsehen.

Das Unternehmen, das zuletzt einen Jahresumsatz von gut 20 Milliarden US-Dollar gemacht hat, ist Pionier des Video-Streamingmarkts und spätestens seit dem Siegeszug der Polit-Serie „House of Cards“ aus vielen Haushalten kaum mehr wegzudenken. Die Wachstumskurve von Netflix ging in den vergangenen Jahren steil bergauf. Dasselbe galt für den Aktienkurs.

Vor diesem Hintergrund ist es Pflicht für den Konzern, selbst gesteckte Ziele auch zu erreichen – und die lagen nun einmal bei 2,5 Millionen Neukunden, nicht bei 2,2 Millionen.

Dass Netflix das nicht gelungen ist, ist ein Indiz für die neue Härte im Streamingmarkt. Die Konkurrent ist erstarkt: Amazon Prime Video und die US-Plattform Hulu sind schon länger im Markt, neu hinzugekommen sind vor einem Jahr der iPhone-Hersteller Apple sowie der Unterhaltungskonzern Disney.

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    Vor allem Disney leidet stark darunter, dass seine Vergnügungsparks Corona-bedingt schließen mussten, und ist gezwungen, das Geschäft neu auszurichten. Das Streamingangebot Disney Plus steht dabei im Vordergrund. So platzierte der Konzern beispielsweise den kostspieligen Film „Mulan“ nicht in den Kinos, sondern in seinem Streamingdienst.

    Diese neuen Entwicklungen betreffen nicht nur das darbende Kino, sondern sind auch ein klares Signal im Streaminggeschäft.

    Zahlende Kunden sind sehr kritisch

    Experten gehen davon aus, dass die Nutzer sich mittelfristig zwei bis drei Abos für Unterhaltung leisten werden. Bei einer immer stärker werdenden Konkurrenz muss jedes Unternehmen, auch Netflix, sein Leistungsversprechen kritisch hinterfragen.

    Netflix ist eine starke Marke. Allein in diesem Jahr will der Konzern 17 Milliarden Dollar für die Produktion von eigenen Filmen und Serien ausgeben.

    Das zeichnet die Firma aus: Mit dem richtigen Inhalt entscheidet sich, ob die Kunden dem Streamingdienst weiter die Treue halten. Doch die Coronakrise und die damit verbundenen Auflagen erschweren die Produktionen. Das spürt auch Netflix längst.

    Zahlende Kunden sind zudem sehr kritisch. Die weltweit rund 193 Millionen Netflix-Abonnenten werden genau hinsehen, was sie für ihr Geld bekommen. Sollten sie feststellen, dass andere Plattformen attraktivere Angebote haben, wird die Magnetwirkung von Netflix irgendwann nachlassen.

    Mehr: Netflix enttäuscht Anleger mit schwächerem Abo-Wachstum.

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