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Kommentar Neuer Air-France-KLM-Chef muss zeitgleich sanieren und moderieren

Benjamin Smith ist der Neue an der Spitze des Luftfahrtkonzern. Auf ihn warten schwierige Aufgaben: Air-France-KLM braucht eine funktionierende Strategie.
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Der Konzern muss seine Kosten senken. Quelle: AFP
Air France-KLM

Der Konzern muss seine Kosten senken.

(Foto: AFP)


Der Kanadier Benjamin Smith ist seit Montag nicht nur neuer Chef des Luftfahrtkonzerns Air France-KLM, er steht auch für eine neue Ära. Smith ist der erste Nicht-Franzose an der Spitze. Seine ganze Karriere hat er in der Luftfahrtbranche verbracht – auch das ein Novum für AF-KLM. Bei Air Canada war Smith zuletzt als Vize mit Restrukturierungen und Kostensenkungen befasst.

Die braucht auch AF-KLM, doch hier wird es kompliziert. Die eigenwilligen Umgangsformen innerhalb des Unternehmens, vor allem seines französischen Teils, beendeten die Karriere von Smiths Vorgänger Jean-Marc Janaillac. Der stürzte über ein Referendum, mit dem er ein Kompromissangebot für Lohnerhöhungen durchsetzen wollte.

Im Nachhinein schoben sich Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal gegenseitig die Verantwortung für Janaillacs Ausscheiden zu. Der hatte es zumindest ansatzweise geschafft, Management und Mitarbeiter aus ihren Schützengräben herauszuholen. Dies muss Smith nun wieder aufnehmen.

Nur wenn ihm das gelingt, wird er die übrigen Probleme lösen können: eine klarere Strategie gegen die Konkurrenz der Billigflieger auf der Kurz- und Mittelstrecke, Etablierung eines günstigeren Angebots auf der Langstrecke und die Entkrampfung im Verhältnis Air France zu KLM.

Die Niederländer sind sauer darüber, dass sie den größeren Teil zum Gewinn beisteuern, während die AF-Piloten neidisch sind auf eine Gehaltserhöhung von rund acht Prozent, die ihre KLM-Kollegen gerade eingestrichen haben. AF hat die eigene Rendite in den letzten Jahren steigern können und überraschte im August mit Halbjahreszahlen, die besser als erwartet waren, hängt aber noch etwas hinter der Konkurrenz zurück.

Zu Smiths Aufgaben zählt auch die Einflussnahme auf die Veränderung der Aktionärsstruktur. Der Staat hat sich noch nicht entschieden, ob er sich zurückzieht. So muss der Kanadier Smith vom Start weg eine schwierige Doppelrolle erfüllen: die des Sanierers und des Moderators.

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