Kommentar Nord Stream 2 ist eine politische Pipeline

Bundeskanzlerin Merkel erkennt endlich die politische Dimension der Gaspipeline Nord Stream 2 an. Europa muss eine Lösung für die Ukraine finden.
Merkel hatte bisher immer argumentiert, bei der Gaspipeline handele es sich um ein rein kommerzielles Projekt, in das sich die Politik nicht einzumischen habe. Quelle: dpa
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei Angela Merkel

Merkel hatte bisher immer argumentiert, bei der Gaspipeline handele es sich um ein rein kommerzielles Projekt, in das sich die Politik nicht einzumischen habe.

(Foto: dpa)

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel im Beisein des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Nord Stream 2 etwas differenzierter als üblich bewertet, kann nicht wirklich überraschen. Bereits im Februar hatte sie anlässlich des Besuchs des polnischen Ministerpräsidenten ähnlich geklungen. Damals war es nur niemandem aufgefallen.

Merkel hatte bisher immer argumentiert, bei der Gaspipeline handele es sich um ein rein kommerzielles Projekt, in das sich die Politik nicht einzumischen habe. Nun ergänzt sie also, es müssten auch politische Faktoren bedacht werden, für die Ukraine gehe es auch um Einnahmen aus dem Gastransit. Das kann nicht wirklich überraschen.

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