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Kommentar Novartis muss sich mit seiner neuen Strategie erst noch beweisen

Vieles spricht dafür, dass die neue Strategie der Fokussierung aufgeht. Aber die neue Aufstellung des Schweizer Pharmakonzerns birgt auch Risiken.
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Erfolgreiche neue Medikamente lassen bei dem Pharmakonzern die Kasse klingeln. Quelle: dpa
Novartis

Erfolgreiche neue Medikamente lassen bei dem Pharmakonzern die Kasse klingeln.

(Foto: dpa)

Fünf Prozent Umsatzwachstum, acht Prozent plus beim bereinigten operativen Gewinn – die Performance des Schweizer Pharmakonzerns Novartis im abgelaufenen Jahr kann sich sehen lassen. Noch mehr gilt das für den Ausblick: Während die großen US-Konkurrenten fast durchweg schwächeres Wachstum für 2019 prognostizieren, stellt Novartis-Chef Vas Narasimhan für die Nummer zwei der Pharmabranche eine Fortsetzung des bisherigen Aufwärtstrends in Aussicht.

Das alles spricht dafür, dass die neue Strategie der Fokussierung zusehends Früchte trägt. Mit dem Rückzug aus dem Consumer-Geschäft, der geplanten Abspaltung von Alcon und dem Teilverkauf von US-Generika-Aktivitäten befindet sich Novartis auf dem Weg, wieder zu einem reinrassigen Pharmaunternehmen zu werden. 

Aber die neue Aufstellung birgt Risiken: Novartis wird künftig weitaus stärker im Innovationswettbewerb um neue Topmedikamente stehen als in der Vergangenheit. Und das gilt im Pharmageschäft heutzutage nicht nur für patentfreie, sondern auch für patentgeschützte Produkte. Die aktuellen Bestseller des Konzerns dürften in den nächsten Jahren unter stärkeren Druck durch neue Konkurrenzprodukte geraten. 

Die zweite Herausforderung ergibt sich aus der starken Ausrichtung auf völlig neue, experimentelle Ansätze wie Gen- und Zelltherapien oder Medikamente, die mit radioaktiven Komponenten gekoppelt sind. Diese neuen Konzepte haben in einzelnen Bereichen, etwa bei der Behandlung bestimmter Leukämien, erstaunliche Erfolgsquoten gezeigt.

Doch bewegt sich Novartis mit diesen Verfahren weiter weg vom klassischen Pharmageschäft als viele Konkurrenten. Es handelt sich um individualisierte und extrem aufwendige Behandlungsverfahren. Noch ist offen, wie viel kommerziellen Erfolg sie generieren können. Auch hier muss der Baseler Konzern erst noch beweisen, dass er in der neuen Aufstellung über genügend Innovationskraft verfügt.

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