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Kommentar Nur wer Rendite liefert, sollte auch gut verdienen

Anleger sollten ihre Geldverwalter nur für gute Erträge auch gut bezahlen. Wer es billiger haben will, der sollte auf preiswerte Indexfonds ausweichen.
07.10.2020 - 20:29 Uhr Kommentieren
Der private Anleger ist im Schnitt dickfellig, kaum sensibel bei dem, was er bezahlt. Quelle: dpa
Kurstafel in Frankfurt

Der private Anleger ist im Schnitt dickfellig, kaum sensibel bei dem, was er bezahlt.

(Foto: dpa)

Was sind die Traumberufe? Wer früher Lokführer oder Pilot werden wollte, schwärmt heute vielleicht für eine Start-up-Karriere. Und was ist mit dem Geldverdienen? Keine andere Branche liefert eine so hohe Gewinnmarge wie die der Vermögensverwalter.

Einige von ihnen machen das ganz große Geld und können es sich wirklich gut gehen lassen. Es ist ein super Geschäftsmodell, weil es eben ganz anders ist als in der produzierenden Industrie.

Wenn die Stuttgarter Autoschmiede einen Daimler verkauft, bekommt sie dafür einmalig einen Kaufpreis gezahlt. Ein Geldverwalter bekommt auch Geld vom Kunden, aber jedes Jahr aufs Neue einen fixen Prozentsatz des Kapitals. Es ist sozusagen eine Einnahmequelle für die Ewigkeit – solange der Anleger seine Moneten nicht abzieht.

Schön, wenn dann zusätzlich die Börsen boomen wie in den letzten elf Jahren. Das Kapital steigt automatisch. Da klingelt die Kasse. Und wenn der Verwalter seinen Job auch noch erfolgreich macht, werfen ihm die Anleger das Geld nur so hinterher.

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    In Extremform gelingt das der unabhängigen Firma Flossbach von Storch. Deren Gewinnmarge ist fast schon unheimlich hoch. Sie ist nur vergleichbar mit dem hochgerechneten Erfolg einer imaginären Fußballelf: einer Bestenauswahl der Teams aus Liverpool und München, ergänzt um einen Messi auf der Ersatzbank. Und natürlich stellt Liverpool den Coach.

    Grafik

    Warum ist Geldverwaltung so rentabel, während etwa viele Autofirmen und gerade Einzelhändler mit kleinen Margen ums Überleben kämpfen? Es liegt am Kunden. Verbraucher vergleichen im Alltag oft penibel die Preise. Schon Cent-Unterschiede bei der Marmelade im Aldi-Regal entscheiden über Absatzerfolg oder Reinfall. Soll ein neuer Kühlschrank her, werden wochenlang Testberichte gecheckt.

    Der private Anleger dagegen ist im Schnitt dickfellig, kaum sensibel bei dem, was er bezahlt. Und die Anbieter werden nicht freiwillig Gebühren senken und damit auf Marge verzichten, wenn sie es nicht müssen.

    Die Anleger haben es in der Hand. Sie können ihre Kosten radikal kappen und auf preisgünstige Indexfonds ausweichen. Da bekommen sie das Aldi-Discount-Prinzip in Reinkultur. Ansonsten sollten sie höhere Preise nur dann bezahlen, wenn auch die Leistung stimmt: mehr Geld für mehr Rendite. Der erfolgreiche Asset-Manager verdient auch mehr Einnahmen. Mittelmäßige bis schwache Verwalter dagegen gehören aus dem Depot verbannt.

    Mehr: Einige wenige unabhängige Verwalter sind extrem erfolgreich

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