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Kommentar Olaf Scholz droht zur Zielscheibe der SPD zu werden

Das Team des Vizekanzlers ist das einzige, das sich pro GroKo positioniert. Bei den Regionalkonferenzen könnte die Stimmung entstehen: Alle gegen Scholz.
03.09.2019 - 17:25 Uhr 1 Kommentar
Die Regionalkonferenzen werden für den Finanzminister ein hartes Rennen. Quelle: dpa
Olaf Scholz

Die Regionalkonferenzen werden für den Finanzminister ein hartes Rennen.

(Foto: dpa)

Die niederländischen Sozialdemokraten wollten vor einigen Jahren alles neu machen. Die Basis sollte per Mitgliederentscheid den neuen Parteichef wählen, vorher sollten sich Bewerber in Regionalkonferenzen duellieren. Ergebnis: Der damalige Vizepremier bekam von seinem Herausforderer bei jeder Veranstaltung vorgehalten, was für ein lausiges Regierungsmitglied er gewesen sei.

Das Beispiel Niederlande zeigt, welche Gefahren der SPD auf dem Weg zur Wahl eines neuen Vorsitzenden drohen, nachdem die Partei die erste Phase des Auswahlprozesses doch noch glücklich zu Ende gebracht hat. Wurde der Parteivorsitz lange Zeit herumgereicht wie Sauerbier, hat sich nun ein respektables Bewerberfeld gefunden, das interessante Diskussionen verspricht.

Doch die große Gefahr des Niederlande-Effekts bleibt. Das Team Olaf Scholz und Klara Geywitz ist das einzige, das sich offen pro Große Koalition positioniert hat. Der Rest der Bewerber lässt durchblicken, vom Verbleib im Regierungsbündnis wenig zu halten. Ein Angriff auf Scholz und seine Politik liegt da nahe. Gerade bei der Vielzahl an Regionalkonferenzen könnte eine Stimmung entstehen: alle gegen Scholz und alle auf Scholz.

Auch wenn der Vizekanzler laut ersten Umfragen vorn liegt, wird es ein hartes Rennen für ihn, in das er mit einer schweren Hypothek startet: Dass seine Teamgefährtin Klara Geywitz bei der Wahl in Brandenburg aus dem Landtag flog, werden viele Genossen als weiteren Beleg dafür werten, dass sich gutes Regieren für die SPD nicht auszahlt. Geywitz hatte nicht mal die Kandidatur für den Parteivorsitz geholfen, ihren Wahlkreis zu verteidigen.

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    Hinzu kommt, dass mit Norbert Walter-Borjans ein Finanzexperte im Rennen ist, der Scholz bei jeder sich bietenden Gelegenheit links überholen wird. Der sehr lange Auswahlprozess kann deshalb nur dann zum Erfolg werden, wenn es den Bewerbern gelingt, auf persönliche Angriffe zu verzichten. Für gute Umgangsformen untereinander ist die SPD jedoch nicht bekannt.

    Mehr: Das Team Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans positioniert sich bei ihrer Vorstellung als GroKo-Kritiker. Für den Vizekanzler sind sie ernstzunehmende Konkurrenten.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Olaf Scholz droht zur Zielscheibe der SPD zu werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Da fehlt mir als "Nicht-Stammwähler" der SPD, ein wenig die Phantasie, was der richtige Weg ist. Wenn man zusehr links ansetzt, könnte das der Untergang sein; dass kann die Linke auch oder besser??

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