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Kommentar Olaf Scholz' Strategie im Wirecard-Skandal bekommt Risse

Der Bundesfinanzminister fordert im Anlegerskandal eine Wirtschaftsprüferaufsicht mit Biss. Dabei gibt es diese schon längst.
04.08.2020 - 11:48 Uhr 1 Kommentar
Der Bundesfinanzminister muss sich im Wirecard-Skandal erklären. Quelle: AFP
Olaf Scholz

Der Bundesfinanzminister muss sich im Wirecard-Skandal erklären.

(Foto: AFP)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) fordert im Wirecard-Skandal eine Wirtschaftsprüferaufsicht mit Biss. Dabei hätte er nur ins Wirtschaftsministerium schauen müssen. Die Abschlussprüferaufsichtsstelle (Apas), die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unterstellt ist, beißt bereits zu.

Sie hat schon gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY und einige ihrer Wirtschaftsprüfer ein Berufsaufsichtsverfahren eingeleitet – sie ermittelt seit Herbst 2019. Also zu einer Zeit, als Scholz' Finanzstaatssekretär Jörg Kukies noch den mutmaßlichen Bandenkriminellen und Ex-Wirecard-Chef Markus Braun an dessen Geburtstag zum Frühstück traf.

Die Strategie von Scholz, die Verantwortung im Anlegerskandal auf die Aufsicht für die Wirtschaftsprüfer zu schieben, hat damit Risse bekommen. Der mögliche SPD-Kanzlerkandidat wollte damit ganz klar CDU-Mann Altmaier auf die politische Bühne ziehen. Das ist ihm nur teilweise gelungen.

Zumal für die Reform bei den Wirtschaftsprüfern selbst Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zuständig ist, also eine Parteifreundin von Scholz. Sie muss Vorschläge ausarbeiten, wie man den Big Four der Wirtschaftsprüfer Beine machen kann.

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    Da geht es um die Evergreens Rotation und die Trennung von Beratung und Prüfung. Neu hinzugekommen ist durch den Wirecard-Skandal das Thema Forensik. Bis dahin war das nur Spezialisten bekannt. Jetzt kann jeder Finanz- und Wirtschaftspolitiker etwas damit anfangen.

    Bei der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas selbst sind es nur kleine Dinge, die sich ändern müssen. So ist es sicherlich notwendig, die Behörde transparenter aufzustellen. Sie muss Ross und Reiter nennen dürfen, wenn sie Sanktionen verhängt oder wenn sie ein  Ermittlungsverfahren aufnimmt.

    Die verschwiegene Branche der Wirtschaftsprüfer wird das nicht gern sehen. Sie lebt von ihrer Diskretion und Reputation. Aber es geht um Unternehmen, die Wirtschaftsprüfer beauftragen, und um das Wohl der Allgemeinheit. Sie haben ein Recht darauf, zu erfahren, wenn bei Wirtschaftsprüfern etwas schiefgeht.

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    • Den Biss der APAS haben wir ja gesehen, vergleichbar dem Werfen mit Wattebäuschchen.

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