Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Opel kann sich keinen Übermut leisten

Opel hat den Turnaround geschafft. Doch auf dem Erfolg darf sich der Vorstand nicht ausruhen. Das Image des Konzerns muss weiterhin verbessert werden.
24.07.2019 - 18:59 Uhr Kommentieren
Der Konzern konnte in kurzer Zeit massiv Kosten einsparen. Quelle: dpa
Opel

Der Konzern konnte in kurzer Zeit massiv Kosten einsparen.

(Foto: dpa)

Vor wenigen Jahren wäre man noch als verrückt erklärt worden, hätte man auch nur in Erwägung gezogen, dass Opel eine höhere Rendite erzielen könnte als Premiumhersteller wie Daimler.

Doch zwei Jahre nachdem die Rüsselsheimer unter das Dach des französischen PSA-Konzerns geschlüpft sind, ist das Kunststück gelungen: Während andere Autohersteller und Zulieferer mit Gewinnwarnungen oder Stellenabbau von sich reden machen, verkündete der PSA-Konzern am Mittwoch, dass er im ersten Halbjahr seine Profitabilität deutlich gesteigert hat.

Und dass einer der Haupttreiber ausgerechnet Opel war – genau jene Marke also, die über viele Jahre das Sorgenkind des früheren amerikanischen Eigentümers GM gewesen war.

Man kann verstehen, wenn die Rüsselsheimer nun mit stolzgeschwellter Brust vor der Presse und den Investoren stehen. Es ist durchaus eine Leistung, die Kosten in so kurzer Zeit so stark zu reduzieren. Zweifelsohne wird dieses Ergebnis dem Unternehmen und den Mitarbeitern Auftrieb geben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch auf diesem Erfolg kann und darf sich der Vorstand keine Minute ausruhen. Denn so gut, wie sich diese Zahlen oberflächlich betrachtet darstellen, ist die Lage nicht. Achtet man nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf den Absatz, so sieht man, dass PSA und Opel keineswegs mehr Autos verkauft haben – sondern weniger. Ein Wachstumskurs ist es also nicht, den Opel-Chef Michael Lohscheller da eingeschlagen hat. Es ist lediglich ein Sanierungskurs.

    Will er Opel fit für die Zukunft machen, muss er erklären, wie seine Mannschaft die Produkte so attraktiv für die Kunden machen wird, dass sie sich unter dem Strich in Zukunft besser verkaufen. Er muss erklären, wie eine Expansion ins Ausland gelingen kann zu einer Zeit, in der weltweit die Konjunktur an Dynamik verliert. Er muss erklären, wie er das Image der verstaubten Marke verbessern will. Denn nur weil der Autohersteller jetzt bessere Renditen einfährt, wird sich niemand einen Opel kaufen.

    Mehr: Michael Lohscheller hat Opel im Eiltempo saniert. Der Konzern glänzt mit einem Rekordergebnis. Doch dem einstigen Kontroller steht zwei Jahre nach der PSA-Übernahme noch eine schwere Aufgabe bevor.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Opel kann sich keinen Übermut leisten
    0 Kommentare zu "Kommentar: Opel kann sich keinen Übermut leisten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%