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Kommentar Osram sollte umdenken

Ein Bündnis mit der ungeliebten AMS könnte den Lichtkonzern am Ende strategisch voranbringen. Für beide Unternehmen ist das eine große Chance.
03.11.2019 - 14:14 Uhr Kommentieren
Mit AMS eröffnen sich neue strategische Optionen. Quelle: dpa
Osram-Chef Berlien

Mit AMS eröffnen sich neue strategische Optionen.

(Foto: dpa)

Als Osram-Chef Olaf Berlien im vergangenen Jahr eine neue Strategie vorstellte, gab es an den Finanzmärkten nur wenig Beifall. Das Konzept eines „Photonik-Champions“, der Licht nicht nur für Beleuchtung nutzt, blieb eher vage. Zudem kassierte Berlien auch die Mittelfristziele ohne neue vorzugeben.

So gibt es bei Osram zwar viele gute Ansätze - die Ex-Siemens-Tochter ist nicht zufällig bei Kaufinteressenten begehrt. Doch eine strategisch klare Linie war nicht erkennbar, das zeigen auch die kleineren Übernahmen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich waren.

Dabei sind die Herausforderungen für Osram groß. Die klassischen Lichtmärkte sind saturiert und hart umkämpft. Zudem machen die Münchener etwa die Hälfte der Umsätze mit der Autoindustrie und leiden nun unter der Branchenkrise. Umso interessanter wäre es, jetzt zu erfahren, wie die Weiterentwicklung der Strategie aussieht.

Damit zögert Berlien, und das ist nachvollziehbar. Der Osram-Chef muss abwarten, ob dem Sensorik-Spezialisten AMS die Übernahme gelingt. Dessen Chef Alexander Everke zeigt sich fest entschlossen, die Attacke zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Eine große Strategiepräsentation von Osram könnte in dieser Phase beim möglichen neuen Eigentümer in Österreich als Affront gewertet werden.

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    Wichtiger aber ist: Osram und AMS haben die große Chance, gemeinsam eine noch bessere Strategie herauszuarbeiten. Sensorik ist eines der wichtigsten Wachstumsfelder in der Photonik. Beide Unternehmen können voneinander lernen und profitieren. Die Wachstumszahlen der Österreicher zeigen, dass sie in den vorigen Jahren einiges richtig gemacht haben. Das fand auch Apple, der IT-Konzern ist wichtigster Kunde. Mit Osram zusammen könnte AMS die Abhängigkeit von diesem Großkunden senken und diese bestehende Schwäche ausmerzen. Für Osram wiederum könnte das Bündnis eine neue strategische Linie bringen, die klar und überzeugend ist.

    Mehr: Der Lichtkonzern Osram will erst den Ausgang des Übernahmekampfes abwarten. Die IG Metall hält das für verkehrt – und nun mischt sich auch noch ein Hedgefonds ein.

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