Kommentar Parteiensystem zerbröselt
Eine Nussschale mit einem Parteifähnchen in der neu eröffneten Landesgeschäftsstelle der Piratenpartei in Kiel.
Deutschland steht vor einem Wahlmarathon, der Politiker, Wahl- und Parteistrategen bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013 in Atem halten wird. Doch zugleich liegt eine seltsame Stimmung über der Republik: Während in den Parteizentralen die Lage bereits angespannt ist, herrscht beim Wahlvolk enttäuschte Langeweile. Immer weniger Menschen gehen zur Wahl.
Damit geraten die etablierten Parteien – und dazu gehören neben SPD, CDU, CSU, FDP und der Linken auch die Grünen – in einen Zangenangriff von zwei neuen Gruppierungen: den Piraten und der immer größer werdenden Partei der Nichtwähler. Macht zusammen inzwischen acht Parteien. Wahlergebnisse jenseits der 40 Prozent sind für eine Gruppierung allein nicht mehr zu erreichen. Weimar lässt grüßen.
Michael Inacker ist stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Politik beim Handelsblatt.
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