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Kommentar Pendeln mit Habeck: Ein Fehler, der haften bleibt

Der Fehler des Grünen-Chefs bei der Pendlerpauschale erinnert an Rudolf Scharpings Verwechslung von Brutto und Netto – und bleibt im Gedächtnis.
23.09.2019 - 17:25 Uhr 5 Kommentare
Der Grünen-Chef hat eine unerfreuliche Wissenslücke bei der Pendlerpauschale offenbart. Quelle: dpa
Robert Habeck

Der Grünen-Chef hat eine unerfreuliche Wissenslücke bei der Pendlerpauschale offenbart.

(Foto: dpa)

Der Grünen-Vorsitzende hat sich mit seinen Äußerungen zur Pendlerpauschale nicht für das Amt des Bundesfinanzministers in der nächsten Regierung empfohlen. Was ist passiert?

Robert Habeck machte in einem TV-Interview das Klimapaket der Großen Koalition in Bausch und Bogen nieder. Ein Dorn im Auge war ihm die Erhöhung der Pendlerpauschale. Er wusste aber nicht, dass die Pauschale unabhängig vom Verkehrsmittel gewährt wird. Auch jeder mustergültige Bahnfahrer kommt in den Genuss des steuerlichen Vorteils. „Natürlich ärger ich mich tierisch, dass mir das unterlaufen ist“, gab Habeck am Montag zerknirscht zu Protokoll. Er ärgert sich zurecht.

Wenn es um das Lieblingsthema der Grünen geht, scheinen Fakten keine Rolle zu spielen. Alles dreht sich um das angeblich Wahre und Gute. Da kann der ehemalige Umweltminister aus Schleswig-Holstein auch über falsche Anreizwirkungen durch die Erhöhung der Pendlerpauschale schwadronieren, also würde irgendjemand seinen Wohnsitz deswegen von Kilometer 19 nach Kilometer 21 verlegen.

Als Erklärung könnte man nun sagen, bei Habeck wird wahrscheinlich ein Steuerberater die Steuererklärung machen. Wer aber als Spitzenpolitiker so auf das Klimapaket einprügelt, sollte seine Fakten beieinanderhaben.

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    Von Rudolf Scharping, immerhin ehemaliger Ministerpräsident, Verteidigungsminister, SPD-Chef und Kanzlerkandidat, ist wenig in Erinnerung geblieben. Viele Ältere kennen ihn vor allem noch, weil er im Wahlkampf 1994 Brutto und Netto verwechselt hat. Ob Pendeln mit Habeck auch so ein politischer Klassiker wird, weiß man heute noch nicht. Das Zeug dazu hat es allemal.

    Mehr: Bei den Luftballons sollten die Grünen die Luft anhalten.

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    5 Kommentare zu "Kommentar: Pendeln mit Habeck: Ein Fehler, der haften bleibt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Immer diese kleinbürgerliche Detailversessenheit. Mein Gott, da war er eben mal thematisch nicht so sattelfest, aber im Prinzip hat Habeck doch vollkommen recht. Die Neuregelung der Pendlerpauschale, wäre, in dieser Form absurd.

    • Dieser AfD-Sprech, das es links von der CDU keine bürgerliche Realität gibt ist unfassbar. Wir sind alle Bürger dieses Landes.
      Ich bin dafür, die Pendlerpauschale ganz zu beseitigen. Und dies aus einem sehr einfachen Grund.
      Als wenig Pendler subventioiere ich die Viel-Pendler quer.
      Wer sich dafür entscheidet seinen Wohnsitz entsprechend weit vom Arbeitsort zu wählen (oder umgekehrt), muss auch die Konsequenzen tragen. Die Bürger, die in einer größeren Stadt wohnen, zahlen ja auch höhere Mieten und das wird ja auch nicht ausgeglichen. Eine Großstadtpauschale;-) zum Ausgleich.

    • Genau diese allgemeine Unwissenheit ist das Problem bei fast allen Grünen "Spitzenkräften". Gerade für ihr Lieblingsthema der Klimarettung fehlt den Grünen jegliche natur- und Ingenieurwissenschaftliche Kompetenz. Unter den 68 Bundestagsabgeordneten findet sich kein einziger studierter Physiker, Chemiker oder Elektroingenieur. Mit der Kompetenz von erfolglosen Juristen, Sozialpädagogen und Politologen kann man weder Ökologie noch Ökonomie retten.

    • So ist das halt, wenn man mit der bürgerlichen Realität nichts mehr zu tun hat.

    • So machen Grünen Politiker (Herr Harbeck) Politik. Wir wollen hoffen, dass die nie im Bund in die Regierung kommen. Schon der Gedanke, dass Menschen, die ihrem Beruf nachgehen, aus Spaß 50-80-90 km fahren ist gelinde gesagt: schäbig. Wie die Pendler-Pauschale funktioniert, ist mir bekannt, obwohl bereits 4 Jahre im Ruhestand.

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