Kommentar Pofallas Wechsel ist gefährlich

Der Fall Pofalla zeigt die enge Bande zwischen dem Staatskonzern Deutsche Bahn und der Bundesregierung. Leidtragende sind die Kunden – sie müssen dafür die Zeche zahlen.
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Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) wird Cheflobbyist der Deutschen Bahn. Quelle: dpa

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) wird Cheflobbyist der Deutschen Bahn.

(Foto: dpa)

Ronald Pofalla wechselt aus dem Kanzleramt in den Vorstand der Deutschen Bahn. Als Cheflobbyist soll er sich dort um die Beziehungen zur Politik kümmern. Der Staatskonzern Deutsche Bahn kann damit einen weiteren hochrangigen Politiker in seiner Konzernspitze begrüßen. Er wird damit noch politischer und noch weniger wirtschaftlich. Das ist eine schlechte Nachricht für die Kunden.

Der Kunde wünscht sich: Weniger Verspätungen, besseren Service und mehr Komfort. Der beste Weg, um das zu erreichen, lautet: mehr Wettbewerb. Erst der Druck durch starke Konkurrenz zwingt den Quasi-Monopolisten Deutsche Bahn zu Innovationen. Staatsnähe und ein Monopol verleiten hingegen zur Ignoranz der Kunden.

Mallien Jan

Jan Mallien, geldpolitischer Korrespondent.

Die Personalie Pofalla geht leider in die falsche Richtung: Durch einen kurzen Draht zur Politik soll die Konkurrenz klein gehalten werden. Das ist gefährlich. Denn gerade bei der Bahn spielt der Staat eine sehr große Rolle. So befindet sich das mit Steuergeldern finanzierte Schienennetz komplett in Besitz der Deutschen Bahn. Diese Macht verleitet zum Missbrauch. Die Politik muss die kleinen Wettbewerber der Bahn schützen und auf Distanz zum Monopolisten gehen.

Der Fall Pofalla zeigt: Davon ist sie weit entfernt. Hier wird ein hervorragend vernetzter, ausrangierter Regierungspolitiker mit einem Vorstandsposten bei der Bahn versorgt. Die Zeche dafür zahlen die Bahnkunden.

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32 Kommentare zu "Kommentar: Pofallas Wechsel ist gefährlich"

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  • Die Methode ist doch wirklich nicht neu!
    Diese Art von Altersversorgung haben wirklich schon viele und schon lange davor betrieben. Da gab es einmal eine Frau Dr. Monika W.-M. (ÖTV) die hatte ihre Wärmestube danach bei der Post.
    Dann Martin B. (FDP bzw. EU) bei Telefonica.
    Andere, die mir auf die Schnelle einfallen:
    Gerd Sch. (Gazprom),
    Joschka F. (war es nicht "Freude am Fahren"?)
    usw.usw.

  • @FRAgezeichen
    Merkel macht halt immer mehr Planwirtschaft.
    Diese Sache mit Pofalle zeigt das ganz deutlich
    Und auch das andere stimmt, was Sie sagen. Di CDU seit Merkel ist ein Dreckhaufen geworden

  • wiebitte
    Bingo. Leider haben Sie Recht. Genau so ist es.
    Und so war es auch 1933, die Deutschen haben aus der Geschichte leider nichts gelernt

  • Kritiker
    das stimmt, was Sie schreiben.
    Aber so lange mehr als 90% der Journalisten auf grün-linker Schiene sind, wird sich nichts ändern.
    Wenn unsre Medien und Presse mal wieder investigativen Journalismus machen würden, wäre schon viel gewonnen

  • Teilnehmer: wiebitte

    Leider haben Sie damit recht, daß die deutschen Bürger/innen viel zu bequem und lethargisch für einen
    hartnäckigen Protest sind.

    Die meisten verstehen einfach nicht, daß sich für eine
    notwendige Korrektur eben alle beteiligen müssen, um einen Erfolg zu erreichen.

    Unfähige Günstlinge auf Chefposten in Staatsbetrieben
    haben immer schon für schlußendliche Riesenverluste gesorgt.

    So sicher wie das Amen im Gebet kamen danach immer saftige
    Steuererhöhungen, um diese Verluste auszugleichen.

    Vileicht hilft es, wenn man den Bürger/innen das oftmals
    und eindringlich klarmacht.

    Was sicher nicht so einfach ist, denn wie frei und unabhängig sind die verschiedenen Medien denn im Ernstfall wirklich?

    Da gibt es oft komplexe Besitzverhältnisse und div.
    "Spenden bzw Zuwendungen" und wenn sonst nichts hilft, um den störenden Artikel zu beseitigen, werden halt laufende Werbeaufträge storniert.

    Ja, es stimmt, Frau Merkel wird als nett und bodenständig wahrgenommen, und sie kann sich sehr viel
    erlauben, ohne vom Wähler/inn abgestraft zu werden.

    Leider ist ihre Politik nicht so gut wie ihre persöhnliche Ausstrahlung.

    Sie hat zb. die einmalige Chance verpasst, die verantwortl. griech. Politiker zu echten Reformen zu zwingen.
    Statt eine Kapitaltransfersperre zu errichten, hat sie
    zugelassen, daß alle vermögenden Griechen ihr Geld ins Ausland verschoben haben, wo es bis heute herumliegt -
    pardon, in Immobilien ua. investiert ist.

    Sinnvoll investiert, könnte man damit der griech. Wirtschaft viel gutes tun, und eine kleine, aber feine
    Industrie entwickeln.

    Denn mit Landwirtschaft und Fremdenverkehr alleine kann man nicht genug erwirtschaften, und die immensen Schulden
    zurückzahlen schon gar nicht.

    Entweder wir schicken alle Politgünstlinge in die Wüste
    und sorgen in den südl. Probelemstaaten für echte Reformen, oder wir werden finanziell geschröpft bis zum
    Geht nicht mehr.

  • Die Politkaste ist eine elitäre, nicht zu toppende,
    parasitäre Oberklasse.
    Dem Sumpf und der Korruption ist mit normalen Mitteln
    nicht mehr beizukommen und zwar europaweit.

  • Immer die gleiche Misäre - die Kanzlerin ist altruistisch -
    nur der große Clan oder - Club der Cheerleader - ist wieder
    gleich und muß belohnt werden. Jedoch leben wir im Besten
    Deutschland aller Zeiten (Kaiserreich/Weimar/Kainszeit de
    Holocaust). Der Weg zu einem demokr. Rechtsstaat mit fairen pluralistischen Zügen ist noch sehr sehr weit.
    Die extreme beider FLÜGELPARTEIEN der Alt-BRD sind exzessiv und die letzte Wahl hat m.E. die angeblichen DEMOKRATEN ALS ENTTARNT und aussortiert. Das müssen auch
    viele andere Wähler so gesehen haben.Meine Meinung re-
    sultiert aus Erfahrungen mit einem Arbeitsdirektor eines
    DAX-Konzerns, der getarnt mich hat MOBBEN und VERFOLGEN lassen - STASI-Methoden eben.Und eine Justiz, die wie die
    Großkonzernführungen eine Kastenrechtsprechung a la India
    durchpeitschen - siehe kleine geprellte Bankkunden, wie ich von der Deutschen Bank geschröpft - in 2008 wegen deren selbstverschuldeten Manipulationen global - zulasten von Kritikern wie Ackermann (bei mir aufgrund VICTORY-KRITIK gegenüber meiner D.Bk-Kundenberaterin!!!
    So läuft die Wahrheit und Freiheit AMOK -mit BILLIGUNG
    gewisser, verzahnter oberer Zehntausend.

  • In den vorangegangenen Kommentaren ist ja alles gesagt;
    fast alles, denn Qualität setzt sich durch, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft oder???

    Welch ein grandioser Politstart in 2014, nur weiter so ....

  • Das ist doch mal wieder ein großartiges Beispiel dafür, mit welcher unverfrorenen Selbstgefälligkeit die CDU mittlerweile ihre Politik betreibt.

    Und dabei ist die Angelegenheit mit Herrn Eckart von Klaeden (CDU) noch nicht einmal vom Tisch.

    Auch die NSA-Spähaktionen (von einer eventuellen Beteiligung des BND mal ganz zu schweigen) stellten für die von der Union geführten Regierung scheinbar erst ein Problem dar, als bekannt wurde, das auch das Handy der Frau Angela Merkel (CDU) abgehört wurde.

    Warum wundert das einen nicht?

  • Die Meldung stammt von der Satire-Seite Postillion.de. Was die schreiben, stimmt nie.

    Falls es doch stimmen sollte, dürfte der Posten eine Art Schweigegeld sein. Diese graue Maus hat in Merkels Nähe zuviel mitbekommen, was nicht im HB stehen muß. Bevor er also beim Fallschirmspringen verunfallt wird, läßt er sich eben mit genügend Bimbes ruhigstellen. Typisch Demokraten...

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