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Kommentar Renault muss die Wirren der Ghosn-Ära schnell überwinden

Der französische Autokonzern besinnt sich unter dem neuen Chef Luca de Meo auf seinen Kern. Doch die Ära Ghosn prägt den Konzern noch immer.
18.10.2020 - 16:35 Uhr Kommentieren
Unter Führung des neuen Chefs de Meo rollt die Elektro-Offensive der Franzosen an. Quelle: Bloomberg
Renault Megane eVision

Unter Führung des neuen Chefs de Meo rollt die Elektro-Offensive der Franzosen an.

(Foto: Bloomberg)

Der einst größte französische Autohersteller Renault hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Erst trieb ihn der selbstherrliche Chef Carlos Ghosn dazu, im Verbund mit Nissan an die Weltspitze zu kommen – unter Vernachlässigung aller Rentabilitätsmaße.

Dann kam der Absturz: Nissan beugte sich nicht mehr widerstandslos dem französischen Kommando in der Allianz, Ghosn wurde in Japan verhaftet, das Unternehmen bekam einen Ersatzchef, der aber schon bald wieder abgesetzt wurde.

Orientierungslos trieb der frühere Stolz Frankreichs dahin. Und die Autos wurden nicht besser. Sogar der seit Jahren bestehende Vorsprung bei der E-Motorisierung geriet in Gefahr. Nicht der Pionier Renault, sondern der Neuling Tesla ist zum Inbegriff der E-Mobilität geworden.

Knapp drei Monate nachdem Luca de Meo die Führung der Traditionsmarke übernommen hat, scheinen die Wirren der Ära Ghosn überwunden zu werden. Der von Volkswagen kommende Italiener impft den verzagten Franzosen wieder Stolz auf die eigenen Produkte ein und gibt eine klare Orientierung vor: Renault ist das Herz der Mittelklasse!

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    Ende vergangener Woche hat der neue Chef zur Offensive geblasen, mit zwei Modellen. Das erste E-Auto der günstigen Konzernmarke Dacia soll das preiswerteste Elektromobil auf dem Markt sein und im nächsten Frühling zunächst an Carsharing-Unternehmen in Madrid und Paris ausgeliefert werden.

    Renault zeigt seit Langem wieder ein eigenes Gesicht

    Den Anspruch, nicht nur günstige Autos zu bauen, sondern auch wieder voll in der Mittelklasse mitzuspielen und Volkswagen Konkurrenz zu machen, soll ein E-Megane untermauern, auf dessen Plattform eine ganze Familie neuer Autos entstehen wird.

    Zum ersten Mal seit langer Zeit sieht man wieder einen Renault, der ein eigenes Gesicht hat und nicht so formlos daherkommt wie der leider verunglückte Twingo. Sicher, das Auto war schon länger in Entwicklung, aber es passt gut zu de Meos Anspruch, sich mit einem attraktiven Angebot zurückzumelden.

    De Meo weiß, dass Renault einen langen Weg vor sich hat, bis die Fehler der Ära Ghosn überwunden sein werden und eine ausreichende Rentabilität wieder eine sichere Perspektive bietet. Ob und wie schnell ihm der Turnaround gelingt, ist offen.

    Doch einen Trumpf kann er ausspielen: Die neuen Emissionsnormen wird Renault klaglos einhalten. Und sein Gegenspieler Carlos Tavares hat bei Peugeot bewiesen, dass es schneller als erwartet gehen kann. Bei Seat hat der Italiener bewiesen, was er draufhat: VW ließ ihn nur widerwillig ziehen. Gut möglich, dass de Meo Renault zu neuem Glanz verhilft.

    Mehr: Renault will mit neuen E-Autos zurück in die Mittelklasse

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