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Kommentar Robo-Advisor müssen mehr Service bieten

Digitale Vermögensverwalter bieten wenig Mehrwerte. Das muss sich durch die neuen Robo-Advisor ändern – Kunden brauchen mehr Hilfestellung.
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Die neuen Technologien müssen Kunden mehr Service bieten. Quelle: Moment/Getty Images
Robo-Advisor

Die neuen Technologien müssen Kunden mehr Service bieten.

(Foto: Moment/Getty Images)

Wer wissen will, welche Bedeutung sogenannte Robo-Advisor in Deutschland haben, gelangt in Anlehnung an Richard David Precht schnell zu der Frage: „Wer seid ihr und wenn ja, wie viele?“ Eine allgemeingültige Definition für das Geschäftsmodell gibt es nicht, zudem kommen laufend neue Anbieter hinzu, während sich andere verabschieden. Und: Wie viel Vermögen sie verwalten, verraten die meisten nicht. Der Markt ist unübersichtlich – vor allem für potenzielle Anleger.

Eines haben die rund 30 deutschen Robo-Advisor gemein: Sie sprechen die Kunden hauptsächlich via Internet an und bieten Wertpapierportfolios. Bei der Strategie gibt es Unterschiede: Die einen investieren nur in börsennotierte Indexfonds (ETFs) und halten die Zusammensetzung des Depots konstant, bei anderen entscheidet ein Algorithmus auf Basis der aktuellen Risikolage, und wieder andere agieren wie klassische Fondsmanager und setzen auf Einzeltitel.

Um die einzelnen Ansätze zu verstehen, brauchen Anleger einige Erfahrung. Auch rechtlich gibt es wichtige Unterschiede, die viele Anleger wohl nicht kennen. So haben die meisten Robo-Advisor eine Lizenz als Portfolioverwalter. Manche sind nur Anlagevermittler und dürfen den Kunden daher keine umfassende Hilfestellung bei der Strategieauswahl geben. Doch wer kein Anlageprofi ist, braucht genau das.

Auch beim verwalteten Vermögen ist der Markt intransparent. Fest steht mit gut einer Milliarde Euro nur der Marktführer Scalable Capital. Die Reihenfolge der übrigen Top 5 ist unsicher. Klar ist: Der Markt wächst langsamer als erwartet. Dass sich auf Dauer 30 Anbieter halten können, ist unwahrscheinlich.

Um digitale Geldanlage zum Massenphänomen zu machen, braucht es zweierlei: Die Anbieter müssen den Kunden, die kaum Erfahrung an den Kapitalmärkten haben, mehr Hilfestellung leisten. Sonst bleiben diese beim Sparbuch. Und erfahrenen Anlegern müssen die Robos Mehrwert bieten, sonst bleiben sie beim Do-it-yourself-Depot.

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