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Kommentar Roboterautos sind eine schwere Last für Uber

Die fahrerlosen Wagen bringen keine guten Zahlen. Doch nur dafür interessieren sich Investoren bei einem möglichen Börsengang 2019.
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Der Uber-Chef sollte zügig über die Zukunft der Roboterautos entscheiden. Quelle: Reuters
Dara Khosrowshahi

Der Uber-Chef sollte zügig über die Zukunft der Roboterautos entscheiden.

(Foto: Reuters)

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat viel erreicht. Der Mobilitätsdienst macht endlich wieder durch neue Produkte wie elektronische Fahrräder und Roller von sich reden und nicht durch Skandale. Nach drei Jahren Vakanz beschäftigt die Firma mit dem Ex-Investmentbanker Nelson Chai künftig wieder einen Finanzchef. Die Personalie ist wichtig. Mit Blick auf einen möglichen Börsengang 2019 muss Uber die Finanzen ordnen.

Ein Grund mehr für Khosrowshahi, nun auch zügig über die Zukunft der Roboterautos zu entscheiden. Viel spricht dafür, die Einheit zu verkaufen und mit einem Unternehmen zu kooperieren, das autonomes Fahren technisch schon viel weiter entwickelt hat.

Nach dem tödlichen Crash eines Testwagens im März könnte sich Uber auf den Ausbau weniger heikler Mobilitätsdienste wie den Fahrradservice Jump oder UberEats konzentrieren. Der Lieferdienst für warme Speisen hat laut Khosrowshahi 2017 bereits zehn Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen.

Die fahrerlosen Wagen sind eine schwere Last. Nach Informationen von Branchendiensten fuhr die Sparte zuletzt zwischen 125 und 200 Millionen Dollar Verlust ein – pro Quartal. Dies entspricht bis zu zweieinhalb Milliarden Dollar in den vergangenen drei Jahren.

Sicher, die Forschung an einer derart revolutionären Technologie wie autonom fahrenden Autos kostet eben Geld und besitzt für einen Mobilitätsdienst wie Uber strategische Bedeutung. Doch angesichts des geplanten Wall-Street-Debüts dürften Investoren solide Zahlen mehr interessieren.

Zudem werden Roboterautos schon bald eine Dienstleistung sein wie Strom oder Internetverbindung. Jede Firma wird die Technologie einfach einkaufen oder leasen können, zum Beispiel von Google-Schwester Waymo oder General Motors. Unternehmen, die bei der Entwicklung klar vor Uber liegen. Statt hier weiter Geld zu verbrennen, sollte Uber mit einem starken Technologiepartner kooperieren.

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