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Kommentar Rohstoff-Investments werden im Portfolio unverzichtbar

Die gestiegenen Preise von Öl, Kupfer und Gold zeigen: Die Finanzmärkte nehmen einen Anstieg der Inflation vorweg. Mit Rohstoffen können sich Anleger schützen.
10.02.2021 - 13:13 Uhr Kommentieren
Zuletzt sind die Preise für Rohstoffe deutlich gestiegen. Quelle: Bloomberg
Öl-Förderung in Russland

Zuletzt sind die Preise für Rohstoffe deutlich gestiegen.

(Foto: Bloomberg)

Die Inflation kommt – mit kaum einer Prognose lagen Finanzmarktexperten in den vergangenen Jahren öfter falsch. Die seit zehn Jahren herrschende lockere Geldpolitik dürfte zwar zu den Preissteigerungen bei vielen Vermögenswerten beigetragen haben. Einen Einfluss auf die Realwirtschaft, wie ihn der statistische Warenkorb misst, schienen Negativzinsen und Anleihekaufprogramme jedoch nicht zu entfalten.

Mit Corona hat sich das jedoch geändert. Daher dürften sich Rohstoff-Investments als Inflationsschutz auszahlen. Der Grund: Erstmals scheint die strikte Trennung von Geld- und Fiskalpolitik aufgehoben. Die US-Regierung etwa reicht Schecks an die Bevölkerung aus, die direkt in den Konsum fließen. In Nordamerika, Europa und China wollen die Regierungen die Konjunktur mit umfangreichen schuldenfinanzierten Investitionspaketen anschieben.

Gleichzeitig nimmt auch die Industrieproduktion weltweit wieder an Fahrt auf. Das alles erfordert große Mengen an Rohstoffen wie Öl, Kupfer, aber auch Technologiemetalle. In China sind die Rohstoffimporte längst wieder auf Vorkrisenniveau – und das Land gibt den Trend für den Rest der Welt vor.

Die US-Ölindustrie liegt am Boden

Die starke Nachfrage trifft auf ein Angebot, das in der Coronakrise extrem gelitten hat. Die Ölproduzenten erlebten die größte Krise in 100 Jahren. Die Öl-Multis haben neue Projekte gestoppt, Kapazitäten und Mitarbeiter abgebaut. Vor allem die US-Ölindustrie liegt am Boden. Mangelndes Investoreninteresse und geringe Investitionen in neue Projekte haben auch das Wachstum vieler Minenkonzerne gebremst. Die Folge: Eine rapide gestiegene Nachfrage trifft auf ein nur langsam reagierendes Angebot. Das lässt die Rohstoffpreise steigen.

Dies bekommt auch die Industrie schon jetzt zu spüren. Das zeigt sich zum Beispiel an der weltweiten Stahlknappheit – bis vor Kurzem war es noch undenkbar, dass das für die Industrie zu einem Problem werden könnte. Die Preissteigerungen dürften auch bald bei den Konsumenten ankommen. In den USA zeigt sich bereits, dass die Inflationserwartungen steigen. Gut möglich, dass sie auch in Europa anziehen.

In diesem Umfeld sind Investments in Öl, Gold oder Rohstoffaktien besonders attraktiv. Die Wertsteigerungen haben das Potenzial, den Kaufkraftverlust aus den Preissteigerungen auszugleichen. Alternativen gibt es nur wenige, zumal inflationsgeschützte Anleihen vielfach negative Renditen abwerfen. Ein Inflationsschutz ist immer ein sinnvoller Portfolio-Baustein – in diesem Marktumfeld umso mehr.

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