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Kommentar Rücktritt von Muilenburg als Boeing-Chef war überfällig

Auf Dennis Muilenburg folgt David Calhoun als Boeing-Chef. Ob der 62-Jährige jedoch die richtige Wahl ist, daran sind Zweifel angebracht.
23.12.2019 - 17:46 Uhr Kommentieren

Boeing-Chef Dennis Muilenburg tritt zurück

Vom Liebling der Aktionäre zum Desaster-Chef. Dass der Boeing-CEO Dennis Muilenburg sein Amt niederlegt, wurde höchste Zeit. Nach zwei Abstürzen mit fast 350 Toten zieht der Airbus-Konkurrent endlich die nötige Konsequenz.

Muilenburg war nicht nur mitverantwortlich für die schlampige Zulassung des Unglückmodells 737 Max. Er hat auch nach den Abstürzen miserabel bis gar nicht kommuniziert und immer nur so viel zugegeben, wie er musste. Bei der Wiederzulassung drückte er so stark aufs Tempo, dass ihn zuletzt sogar die Luftaufsicht FAA zur Ruhe mahnte.

Damit hat er Vertrauen verspielt – und das in einer Branche, in der Vertrauen alles ist. Muilenburg hatte seit seinem Antritt im Juli 2015 vor allem den Shareholder-Value im Kopf: Kosten senken, um den Gewinn zu maximieren.

Unter seiner Führung hat sich die Netto-Gewinnmarge auf mehr als zehn Prozent verdoppelt. Kurssteigernde Aktienrückkäufe standen ebenso an der Tagesordnung wie üppige Dividenden. Die Sicherheit dagegen stand bei ihm nicht an erster Stelle, wie sich nun leider gezeigt hat.

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    Der neue CEO sitzt seit zehn Jahren im Aufsichtsrat von Boeing. Quelle: Blackstone
    David Calhoun

    Der neue CEO sitzt seit zehn Jahren im Aufsichtsrat von Boeing.

    (Foto: Blackstone)

    Immer mehr Zeugenaussagen weisen darauf hin, dass der Konzern Mahnungen der eigenen Ingenieure nicht ernst genommen hat und den Gewinn über die Sicherheit gestellt hat. Das soll nun der Nachfolger David Calhoun richten. Ob er jedoch die richtige Wahl ist, daran sind Zweifel angebracht.

    Der neue CEO ist weder ein neues Gesicht mit einem frischen Blick von außen, noch ist er ein Manager mit tiefer Luftfahrt-Expertise. Calhoun sitzt seit zehn Jahren im Aufsichtsrat von Boeing. Das bedeutet, er hatte die Aufsicht, während das Unglücksmodell entwickelt wurde und auf den Markt kam. Außerdem fehlt es ihm an einschlägiger Luftfahrt-Erfahrung.

    Bei General Electric war Calhoun für Infrastruktur zuständig, bevor er den Daten-Informationsdienst Nielsen führte und schließlich das globale Private-Equity-Portfolio beim Finanzinvestor Blackstone. Eine reine Finanz-Brille und den Kostensenkungs-Ansatz von GE ist nicht das, was Boeing jetzt braucht.

    Mehr: Die 737-Max-Krise führt zu einem Vorstandswechsel beim Airbus-Rivalen. Boeing-Chef Muilenburg galt bereits seit längerem als angezählt.

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