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Kommentar RWE muss die Kohle sauber abwickeln

Sei die Freude über den grünen Neustart auch noch so groß: Dieser Wandel wird die Öffentlichkeit nur überzeugen, wenn RWE auch konstruktiv am Kohleausstieg mitarbeitet.
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RWE verabschiedet sich Stück für Stück von seinen Kohlekraftwerken. Quelle: dpa
Braunkohlekraftwerk Neurath

RWE verabschiedet sich Stück für Stück von seinen Kohlekraftwerken.

(Foto: dpa)

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz konnte bei der Vorlage des Halbjahresberichts seine Genugtuung nicht verbergen. Unverhohlen freute sich der Energiemanager über die guten Zahlen des Unternehmens. Noch mehr scheint sich Schmitz aber auf den Start der neuen RWE zu freuen: Im September soll das Tauschgeschäft mit Eon besiegelt werden – und RWE wird wieder in das Geschäft mit erneuerbaren Energien einsteigen.

Deutschlands größter Stromproduzent hat endlich eine Zukunftsperspektive. In den vergangenen Jahren war RWE mit seinen Atom- und Kohlekraftwerken das Symbol für eine alte, dem Verfall preisgegebene Energiewelt – und kämpfte in der Tat um die Existenz.

Die Freude über den Neustart darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Konzern in der alten Energiewelt vor ganz entscheidenden Monaten steht. Schmitz muss mit der Bundesregierung die Bedingungen für den geplanten Ausstieg aus der Kohleförderung und -verstromung aushandeln.

Dabei stehen für RWE und Schmitz viel auf dem Spiel: Zum einen geht es natürlich um Milliarden. Es geht um Schadensersatz für den vorzeitigen Ausstieg aus der Braunkohleförderung und für jedes Kraftwerk, das im Rahmen des Kohleausstiegs vom Netz gehen soll.

Es geht um eine Absicherung der Arbeiter, damit der Stellenabbau sozial verträglich abläuft. RWE ist dabei in einer schwierigen Situation. Um die Folgen für die ohnehin strukturschwachen Braunkohleregionen in Ostdeutschland abzufedern, soll der Ausstieg im Rheinischen Revier beginnen.

Es geht in Berlin für RWE aber auch um Glaubwürdigkeit. Der Konzern versucht die radikale Wende vom Kohlekonzern zum grünen Energieversorger. Das Engagement in der neuen Energiewelt ist ehrlich. Tatsächlich steigt RWE mit einem Schlag zu einem führenden Spieler auf. Dieser Wandel wird die Öffentlichkeit aber nur überzeugen, wenn RWE auch konstruktiv am Kohleausstieg mitarbeitet.

Mehr: Deutschlands größter Stromproduzent profitiert von einem guten Ergebnis beim Energiehandel – nur die Steinkohlekraftwerke bereiten derzeit Sorgen.

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