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Kommentar Salzgitter muss beim Thema Aurubis endlich Farbe bekennen

Schon seit Jahren hält der Schwebezustand um eine mögliche Übernahme des Kupferkonzerns an. Salzgitter schuldet dem Unternehmen endlich Klarheit.
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Bei dem Kupferhersteller wird seit Jahren über eine Übernahme durch Salzgitter spekuliert. Quelle: imago/imagebroker
Industrieanlage von Aurubis in Hamburg

Bei dem Kupferhersteller wird seit Jahren über eine Übernahme durch Salzgitter spekuliert.

(Foto: imago/imagebroker)

Wenn ein Unternehmen Anteile an einem anderen Unternehmen erwirbt, kann es dafür zwei Gründe geben: Entweder handelt es sich um eine Spekulation, bei der der Käufer auf steigende Kurse oder konstante Dividenden hofft. Oder er hat ein strategisches Interesse – weil er die Firma irgendwann ganz übernehmen will.

Im Fall von Salzgitter und Aurubis ist derzeit offenbar beides richtig: Einerseits kann sich Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann nach eigener Aussage durchaus vorstellen, den Hamburger Kupferkonzern eines Tages ganz zu übernehmen. Andererseits ist das im Moment offensichtlich nicht der Fall, sonst gäbe es längst ein Übernahmeangebot.

Seit vielen Jahren schon hält dieser Schwebezustand an. Während die Motivation der Salzgitter AG klar ist – stabile Erträge sowie die berechtigte Hoffnung auf steigende Kurse –, stellt sich die Frage, was eigentlich Aurubis von dem Engagement hat. Im Fall einer Übernahme durch den Stahlhersteller gäbe es keinerlei Synergien. Und bis dahin fehlt für andere strategische Interessenten der Anreiz, in das Unternehmen zu investieren – selbst wenn sich dabei tatsächlich Synergien heben ließen.

Für die Salzgitter indes sind die Aktien des Kupferherstellers eine relativ sichere Bank. Zahlreiche Analysten sehen das Unternehmen bei einem Kurs von rund 44 Euro im Moment als unterbewertet an und rechnen mit steigenden Kursen ab dem zweiten Halbjahr. Gleichzeitig blickt die Stahlbranche angesichts der konjunkturellen Abkühlung vorerst in eine unsichere Zukunft. Insofern kann Salzgitter mögliche Spekulationsgewinne im Fall der Fälle gut brauchen.

Doch viel länger als bis zur nächsten Aufwärtsbewegung im Stahlzyklus sollte der Zustand nicht anhalten. Denn Aktionäre schulden ihren Unternehmen und allen anderen Stakeholdern ab einem bestimmten Punkt Klarheit über ihre Ziele. Und im Fall von Salzgitter und Aurubis scheint der schon lange überschritten.

Mehr: Um die zahlreichen Personalwechsel bei Aurubis ist ein Streit entbrannt. Ein früherer Vorstandschef hat Strafanzeige gegen Aufsichtsräte eingereicht.

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