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Kommentar Schließt Schulen und Hochschulen jetzt

Die Länder sind gefordert: Zehn Millionen Schüler und fast drei Millionen Studenten sollten zu Hause bleiben. Zum Schutz der ganzen Nation. 
12.03.2020 - 10:44 Uhr 1 Kommentar
Die Bildungsminister der Länder beschäftigen sich heute mit dem Thema Coronavirus. Quelle: dpa
Schule ins Heinsberg

Die Bildungsminister der Länder beschäftigen sich heute mit dem Thema Coronavirus.

(Foto: dpa)

In Österreich, Italien und Griechenland haben die Schulen schon geschlossen. Das sollten sich die Kultusminister zum Vorbild nehmen, die sich heute treffen, um sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu beschäftigten. Schulen und auch Hochschulen sollten sofort geschlossen werden.

Wenn es darum geht, massenhaft Kontakte zu verhindern, um das Virus zu bremsen, kann man nicht weiterhin zehn Millionen Schüler in die Schulen schicken, als wäre nichts. Das gilt auch für die Kitakinder. Gesundheitsminister Jens Spahn hat das bisher mit dem Hinweis abgelehnt, es schade im Zweifel mehr, wenn kleine Kinder dann von Großeltern betreut werden, die viel anfälliger sind für eine Ansteckung als jüngere Erwachsene. Doch das greift zu kurz. 

Denn die allermeisten Kinder ab acht Jahren kann man durchaus unbetreut zu Hause lassen. Für die Familien, die nicht zu Hause bleiben können, bieten sich Notbetreuungen in den Schulen und Kitas an. Dann wäre auch gewährleistet, dass wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser nicht aus Personalmangel dicht machen müssen, weil die Mitarbeiter mit ihren Kindern zu Hause sitzen. 

In vielen Unternehmen ist die Homeoffice-Welle ohnehin längst angelaufen, es können also viele Eltern ohnehin von zu Hause arbeiten. Noch viel einfacher ist es, die Hochschulen zu schließen. Auch hier sitzen und lernen gut drei Millionen Menschen oft zu Hunderten in einem Saal, dicht an dicht. Bleiben sei zu Hause, hat das nicht mal schädliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. 

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    Die Kultusminister müssen den Sprung wagen - und zwar am besten alle gemeinsam und zum gleichen Zeitpunkt. Bisher haben sich nur Bayern, Baden-Württemberg und Berlin entschieden, die Hochschulen vorerst zu schließen. Die meisten zögern noch, Sachsen hat die Entscheidung den einzelnen Rektoren aufgebürdet. Jetzt müssen alle Länder entschlossen handeln. Wie sagte die Kanzlerin gestern so richtig: Föderalismus bedeutet nicht, dass man Verantwortung wegschiebt.

    Mehr: Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog.

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