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Kommentar Schrecken mit gutem Ende für die Scout-24-Aktionäre

Das MDax-Unternehmen wurde zwar von Hedgefonds zur Aufspaltung gedrängt. Für Aktionäre und Führung hat es sich aber gelohnt, den Verkauf von Autoscout 24 umzusetzen.
18.12.2019 - 06:53 Uhr Kommentieren
Der Online-Marktplatzbetreiber trennt sich von seinem Autogeschäft. Quelle: dpa
Scout 24

Der Online-Marktplatzbetreiber trennt sich von seinem Autogeschäft.

(Foto: dpa)

Das Scout-24-Management hatte keine Wahl und hat das Beste daraus gemacht. So lässt sich das Fazit für unruhige Monate vor der Aufspaltung bei dem Münchener Kleinanzeigenportalbetreiber ziehen: Für den nicht ganz freiwilligen Verkauf der Autosparte hat das Team um CEO Tobias Hartmann einen überraschend guten Preis erzielt.

2,9 Milliarden Euro bekommt der im MDax notierte Portalbetreiber vom US-Investor Hellman & Friedman. Das ist sogar deutlich mehr, als der aktivistische Investor Elliott als realistischen Kaufpreis rausposaunt hatte.

Der Hedgefonds von Paul Singer hatte dem Führungsteam im August mit seinem Einstieg bei der Scout 24 erst einen Schrecken eingejagt und dann nachhaltig für Unruhe gesorgt. Er hatte 2,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Druck kam auch von weiteren Hedgefonds wie Pelham Capital, der einen Kandidaten im Aufsichtsrat installieren konnte. Aber Hartmann und seine Führungsmannschaft konnten damit umgehen. Das gelingt nicht in jedem Unternehmen, in dem sich Hedgefonds so massiv einmischen.

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    Noch im Mai hätten Vorstand und Aufsichtsrat ihre Anteile an Scout 24 für 46 Euro je Aktie abgegeben. Damals stand die Übernahme der gesamten Gruppe mit den beiden wichtigsten Sparten Immobilien- und Autoscout 24 zur Abstimmung. Das Management hatte schon zugestimmt.

    Das Problem: Die Manager waren zu erfolgreich. Es lief so gut bei den Münchenern, dass die Aktionäre dem Unternehmen noch mehr zutrauten.

    Die Offerte von Hellman & Friedman und dem Investor Blackstone wurde von einem Großteil der Aktionäre zu Recht abgelehnt. Sie hätten zusammen mehr als die Hälfte der Anteile an die Bieter abgeben müssen – zu einem Preis deutlich unter dem Wert der Aktie, der sich kurz vor dem Deal auf 60 Euro zubewegte.

    Die Scout-24-Führung musste sich deshalb noch ein paar Wochen auf die eigenständige Weiterentwicklung konzentrieren. Und die Analysten sind zufrieden mit ihrer Arbeit. Die beim Kapitalmarkttag vorgestellte Strategie für beide Unternehmensteile lässt sich zusammen und getrennt verfolgen. Auch das rechtfertigt den guten Preis.

    Elliott hatte sich in anderen Unternehmen schon verkalkuliert. Bei Scout 24 ist die Kurzfristrechnung dagegen aufgegangen. Das Geld aus dem Verkauf soll auch an die Aktionäre fließen. Damit können Elliott und die anderen Aktionäre voll zufrieden mit dem Scout-24-Führungsteam sein.

    Sie haben geliefert, was von ihnen erwartet wurde. Nun kommt es darauf an, dass Tobias Hartmann und die Führungsgremien bei Scout 24 auch langfristig das Beste aus ihrem verbleibenden Unternehmen machen.

    Mehr: Der US-Investor Hellman & Friedman kauft für knapp 2,9 Milliarden Euro die Tochter Autoscout 24. CEO Hartmann begrüßt den Deal, Aktionäre sollen Kapitalausschüttung erhalten.

     

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