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Kommentar Schweizer Vorreiter

Die UBS baut ihr Geschäft grundlegend um und überrascht damit die Beobachter. Die Schweizer Großbank verabschiedet sich von dem Traum, im Investment-Banking mit den großen Spielern mithalten zu können.
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Die UBS fährt einen hohen Verlust ein. Quelle: Reuters

Die UBS fährt einen hohen Verlust ein.

(Foto: Reuters)

Zürich Die UBS überrascht mit einem tiefer gehenden Konzernumbau, den bis vor einigen Wochen Beobachter wohl nicht für möglich gehalten hätten. Die Bank schwört ein für allemal dem Traum ab, im Investment-Banking mit den großen Playern mithalten zu können. Das ist mutig und richtig.
Der Schritt aus mehreren Blickwinkeln bemerkenswert. Zum einen deshalb, weil ihn ein frisch gekürtes Führungsduo aus dem Tessiner Sergio Ermotti und dem Ex-Bundesbanker Axel Weber angeschoben hat. Die beiden arbeiten in dieser Konstellation erst seit knapp fünf Monaten zusammen.

Der Plan dürfte alle Gerüchte zerstreuen, dass sich die beiden in Machtkämpfen aufreiben. Machtkämpfe hat es im Vorfeld sehr wohl gegeben, aber innerhalb des Bankvorstands. Mit dem neuen Plan hat nun Bank-Chef Ermotti ohne Zweifel seine Position intern gestärkt. 

Holger Alich

Holger Alich ist Handelsblatt-Korrespondent in Zürich.

Der Plan ist auch deshalb bemerkenswert, weil ihn in dieser Radikalität bisher keine andere Großbank angeht. Der Anpassungsdruck schien auf den ersten Blick sogar etwas gesunken zu sein. Denn die Notenbanken haben mit ihrer Flutung der Märkte mit billigen Geld vor allem dem Anleihegeschäft der Investmentbanken im dritten Quartal zu ordentlichen Profiten verholfen.

UBS verfällt nicht dieser Versuchung, sondern setzt genau hier das Messer an, um sich wieder auf seine Kernkompetenzen zu beschränken. Denn künftig muss das Anleihegeschäft mit deutlich mehr Kapital unterlegt werden, was tendenziell die Gewinnaussichten arg eintrübt.

Die Bank-Führung agiert damit nicht aus der Not heraus, sondern geht den Schritt aus eigenen Antrieb. UBS wird damit den Druck auf andere Banken erhöhen, die bisher nicht in dieser Konsequenz gehandelt haben. Daher dürften die Folgen des UBS-Plans über die Schweizer Bank hinausreichen.

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