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Kommentar Schwellenländer-Währungen könnten von der Aussicht auf einen Impfstoff besonders profitieren

Die Schwellenländer-Währungen haben während der Coronakrise deutlich abgewertet. Wird die Aussicht auf einen Impfstoff nun zu einer Gegenbewegung führen?
10.11.2020 - 18:03 Uhr Kommentieren
Die türkische Währung hat in diesem Jahr deutlich abgewertet. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Lira-Scheine

Die türkische Währung hat in diesem Jahr deutlich abgewertet.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt Die Aussicht auf einen baldigen Corona-Impfstoff hat eine große Rotation an den Märkten in Gang gesetzt. Investoren drängen in riskantere Anlageklassen: Sie verkaufen Tech-Werte und greifen bei zyklischen Unternehmen zu. Eine ähnliche Entwicklung gibt es am Devisenmarkt.

Dort sind vor allem Schwellenländerwährungen wie der brasilianische Real, der mexikanische Peso oder der südafrikanische Rand gefragt. Der Chefvolkswirt des Institute for International Finance (IIF), Robin Brooks, schreibt bereits auf Twitter, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus eine Rally der Schwellenwährungen gegenüber dem Dollar entfesseln wird.

Natürlich gibt es noch viele offene Fragen über den Impfstoff. Gelingt aber wirklich der Durchbruch, spricht vieles dafür, dass die Schwellenländerwährungen zu den größten Gewinnern zählen.

Anleger sollten sich die Länder aber sehr genau anschauen. Für die Schwellenländerwährungen spricht vor allem ihre extrem niedrige Bewertung. Schon vor der Corona-Pandemie war diese im langfristigen Vergleich relativ gering.

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    Seither ging es noch einmal stark nach unten: So hat der brasilianische Real seit Jahresbeginn um 34 Prozent zum Dollar abgewertet, der mexikanische Peso um acht Prozent und der südafrikanische Rand um elf Prozent. Die türkische Lira wertete sogar um 37 Prozent ab. Es gibt also viel Potenzial nach oben.

    Durch einen Impfstoff würde es für Länder wie Brasilien, Mexiko oder die Türkei deutlich leichter, ihre Wirtschaft ins Gleichgewicht zu bringen. Eines ihrer Probleme war in den vergangenen Jahren, dass sie zum Teil erheblich mehr importiert als exportiert haben.

    Die Abwertung der eigenen Währung bietet nun die Möglichkeit, das zu ändern. Sie bedeutet für die betroffenen Länder, dass heimische Produkte auf dem Weltmarkt günstiger werden und Importe aus dem Ausland teurer. Von diesem Effekt konnten sie aber bisher wegen der Corona-Pandemie kaum profitieren.

    Eine der wichtigsten Einnahmequellen der Türkei ist beispielsweise der Tourismus, der von der Pandemie besonders getroffen wurde. Das ändert sich, wenn es einen Impfstoff gibt.

    Dadurch dürfte das Umfeld für die Schwellenländer und ihre Währungen freundlicher werden. Was die einzelnen Länder daraus machen, hängt aber auch von den politischen Entscheidungen vor Ort ab. In der Türkei beispielsweise erwarten viele Investoren nach der Entlassung des Notenbankchefs eine baldige Zinserhöhung. Diese könnte gerade jetzt am Devisenmarkt besonders effektiv sein. Ob es dazu kommt, ist aber offen.

    Mehr: Warum die türkische Wirtschaft der Lira-Krise trotzt

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