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Kommentar Scooter-Trend verpennt: Die Deutsche Bahn ist im Tiefschlaf

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wirbt zwar massiv für den E-Scooter. Doch das Staatsunternehmen erkennt den potenziellen Nutzen der Tretroller nicht.
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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wirbt zwar massiv für den E-Scooter. Quelle: dpa
Verkehrsminister Andreas Scheuer

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wirbt zwar massiv für den E-Scooter.

(Foto: dpa)

Während Juso-Chef Kevin Kühnert deutschen Wählern den Traum von „kollektivierten“ Großunternehmen zu verkaufen versucht, putzt sich ein ebensolches in diesen Tagen als abschreckendes Beispiel heraus: die Deutsche Bahn.

Für sie kein leichtes Unterfangen. Denn die Erwartungen an den behäbigen Staatskonzern, der mit seinem dauernden Verspätungen Bahnreisen zum ärgerlichen Abenteuer macht, sind ohnehin gering.

Kein Halt am Frankfurter Flughafen oder am Hauptbahnhof Mainz? Kann passieren. Wer gönnt dem erkrankten Mitarbeiter, der die notwendige Weiche hätte stellen müssen, nicht die baldige Genesung?

Dennoch verwundert es, mit welcher Hartnäckigkeit die Bahn einen Markt verschläft, den der eigene Dienstherr fast wöchentlich mit selbstgedrehten Videos befeuert: Verkehrsminister Andreas Scheuer mit dem E-Scooter auf den Fluren seines Amtssitzes, Scheuer mit dem E-Tretroller auf der Tartanbahn im Stadion, Scheuer mit dem Elektro-Scooter im Innenhof einer Gewerbehalle – und die Deutsche Bahn?

Mit den elektrisierten Rollern, die spätestens im Juni erlaubt sein werden und ab 200 Euro zu haben sind, könnten viele der täglich 13 Millionen Bahnreisenden ihren Weg zum Bahnhof mühelos zurücklegen. Das Problem der „letzten Meile“ wäre für die meisten gelöst, die mühevolle Parkplatzsuche an der Station Geschichte.

Also Roller zusammenklappen und ab in die Bahn? Weit gefehlt! Wer sich im Bahntower erkundigt, erfährt noch nicht einmal verlässlich, ob die E-Scooter künftig mit ins Abteil dürfen. Ein von der DB angebotenes Rollermodell speziell für Kunden? Ebenfalls Fehlanzeige. Lediglich eine Vermittlung an Vermieter über die Bahn-App soll es geben. Frühestens im Jahr 2021.

Kevin Kühnerts Lieblingsziel in Sachen „Kollektivierung“ ist da erstaunlich weiter: BMW bietet den Kunden mit dem „X2City“ einen E-Scooter zum Kauf, ist längst aber auch an die Mietplattform „Hive“ beteiligt – Kundenorientierung, die sich in volkseigenen Betrieben traditionell eher selten findet.

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