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Kommentar Sebastian Kurz wird trotz Misstrauensvotum an der Macht bleiben

Das Parlament hat Sebastian Kurz und seiner Übergangsregierung das Vertrauen entzogen. In eine Depression wird das den ÖVP-Chef wohl kaum stürzen.
26.05.2019 - 16:08 Uhr Kommentieren
Der ÖVP-Vorsitzende durchlebt aktuell turbulente Zeiten. Quelle: Reuters
Sebastian Kurz

Der ÖVP-Vorsitzende durchlebt aktuell turbulente Zeiten.

(Foto: Reuters)

Sebastian Kurz ist seinen Traumjob los. Das österreichische Parlament hat dem Kanzler und seiner Übergangsregierung das Vertrauen entzogen. Die Opposition machte gemeinsame Sache gegen den 32-Jährigen und seine ÖVP. Nur zehn Tage nach dem „Ibiza“-Video mit dem ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat die Opposition auf Antrag der SPÖ das Aus für Kurz besiegelt. Kurz hatte es bereits am Wahlsonntag selbst vorausgesagt.

In eine Depression freilich wird der ÖVP-Chef deshalb nicht gefallen sein. Im Parlament ließ er die Attacken der Sozialdemokraten und seines einstigen Verbündeten, der FPÖ, an sich abprallen. Denn Kurz weiß: Er ist der mit Abstand populärste Politiker der Alpenrepublik, das hat auch die Europawahl bestätigt. Die ÖVP hatte das beste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt – was durchaus bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass soeben die Regierung zusammengebrochen ist.

Auch in Zukunft wird es keine Regierungsbildung ohne ihn geben. Dafür ist der Zuspruch für ihn und seine konservative Partei schlichtweg zu groß. Seine Chancen, die verlorene Macht in Österreich zurückzugewinnen, sind also groß.

Ein Selbstläufer wird das nicht. Denn er verliert seinen Kanzlerbonus, das heißt, er muss sich ohne Amt an die Rückeroberung der Macht machen. Kurz war es in seiner Karriere – vom Staatssekretär über Außenminister bis hin zum Bundeskanzler – immer gewohnt, sich als operativer Politmanager zu inszenieren. Hinter den Kulissen arbeitete ein großer Apparat im Kanzleramt dem früheren Jura-Studenten nach allen Regeln der PR-Kunst zu. Diese Unterstützung wird ihm künftig fehlen.

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    Mit wem Kurz nach den Neuwahlen ein Bündnis eingehen will, ist offen. Eine Option könnte ein Bündnis mit den liberalen „Neos“ sein. Die Partei unterstützte am Montag den Misstrauensantrag als einzige Oppositionspartei nicht und hat sich damit in die Poleposition für eine neue Regierung Kurz gebracht.

    Mehr: Der österreichische Nationalrat hat Sebastian Kurz das Misstrauen ausgesprochen. Damit zerbricht die österreichische Regierung. Lesen Sie hier alle Ereignisse im Newsblog.

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