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Kommentar Siemens Energy muss sich der Klima-Diskussion stellen

Die Kritik der Aktivisten ist wegen Corona aus dem Blickpunkt gerückt. Das ist nur eine Momentaufnahme: Bei Siemens Energy stehen wichtige Grundsatzentscheidungen an.
08.07.2020 - 14:42 Uhr 1 Kommentar
Obwohl Siemens nur einen kleinen Auftrag für Zugsignaltechnik angenommen hatte, rückte der Münchener Technologiekonzern ins Visier von Klimaaktivisten. Quelle: dpa
Proteste gegen Beteiligung an Adani-Kohlemine im Januar

Obwohl Siemens nur einen kleinen Auftrag für Zugsignaltechnik angenommen hatte, rückte der Münchener Technologiekonzern ins Visier von Klimaaktivisten.

(Foto: dpa)

München Bei der vergangenen Siemens-Hauptversammlung Anfang Februar gab es fast nur ein Thema: Der Konzern stand wegen eines vergleichsweise kleinen Auftrags im Rahmen der umstrittenen Adani-Kohlemine in Australien im Kreuzfeuer der Kritik. Auch andere Kraftwerksprojekte von Siemens rückten ins Blickfeld von Klimaaktivisten.

In Coronazeiten ist das Thema etwas in den Hintergrund gerückt. Manch einer bei Siemens dürfte ganz froh sein, dass es am Donnerstag nur ein virtuelles Aktionärstreffen gibt, auf dem die Abspaltung von Siemens Energy beschlossen werden soll. Den Klimaaktivisten fehlt so die öffentliche Bühne. Doch die Manager sollten sich nicht täuschen lassen: Das Thema wird die neue Siemens Energy von Anfang an begleiten.

Der neue Konzern verweist gern darauf, dass er die Versorger bei der Energiewende begleiten kann wie kein anderer, weil er sowohl konventionelle Energieerzeugung als auch erneuerbare Energien im Portfolio hat. Zudem könnten mit moderner Technologie auch konventionelle, ältere Kraftwerke effizienter gemacht werden, was im Kampf gegen den Klimawandel helfen könne.

Doch so einfach ist es nicht. Siemens Energy steht vor vielen schwierigen Einzelentscheidungen. Soll sich der Konzern noch an neuen Kohlekraftwerksprojekten beteiligen, wenn diese zum Beispiel ältere, schmutzige Kraftwerke ersetzen sollen? Der Streit über die Adani-Mine hat gezeigt, dass es nicht mehr nur um Umsatz und Marge geht, sondern auch die Reputation auf dem Spiel steht.

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    Dabei geht es längst nicht mehr nur um Kritik von Aktivisten. Auch viele Investoren achten genau darauf, wie nachhaltig und klimafreundlich Unternehmen sind.

    Der neue Siemens-Energy-Chef Christian Bruch betont, dass es Zwischenlösungen geben muss. Kaum ein Land der Welt kann mal eben einfach so komplett auf Erneuerbare umsteigen. Auch Siemens Energy selbst schafft das nicht. Der neue Konzern hat viele lang laufende Serviceaufträge auch für ältere Kraftwerke in den Büchern, die erfüllt werden müssen und für stabile Erträge sorgen.

    Siemens-Chef Joe Kaeser hatte die Schaffung eines Aufsichtsgremiums auch mit externen Mitgliedern angekündigt, das möglicherweise strittige Aufträge in Zukunft rechtzeitig prüfen soll. Das Adani-Debakel soll sich nicht wiederholen. Der Klimaaktivistin Luisa Neubauer bot er sogar einen Sitz in dem Gremium an.

    Seither hat man von der Initiative nichts mehr gehört. Doch auch wenn derzeit andere Themen dominieren: Siemens Energy sollte die Nachhaltigkeit weiter sehr ernst nehmen. Das Gremium kann ein erster Schritt sein.

    Mehr: Der neue Siemens-Energy-Chef ist mehr als eine Notlösung

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Siemens Energy muss sich der Klima-Diskussion stellen"

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    • "Der neue Siemens-Energy-Chef Christian Bruch betont, dass es Zwischenlösungen geben muss. Kaum ein Land der Welt kann mal eben einfach so komplett auf Erneuerbare umsteigen. Auch Siemens Energy selbst schafft das nicht." Herr Bruch sollte endlich von der neuesten Neutrino Technologie erfahren, welche mit grossen Schritten unser Systemder Kohleverbrennung in Grosskraftwerken nicht mehr benötigt. Es wird stattdessen eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic möglich werden. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group für die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung vollständig mit Strom zu versorgen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Deutsche Ingenieure, Russische Investoren und bald an der amerikanischen Börse zum Ende des Jahres, wird NeutrinoInside mit dieser sensationelle emissionsfreien Energienutzung weltweit begeistern. Es ist machbar, die Energiewende kann kommen und wir sollten endlich über Innovationen Aufklären und sie in den Markt integrieren.

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