Kommentar Siemens ist wieder da

In der Spätphase von Peter Löscher war Siemens gelähmt, Joe Kaeser hat den Industriekonzern nun zu neuem Leben erweckt. Er ist wieder handlungsfähig – und sendet eine klare Kampfansage an den Rivalen General Electric.
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Axel Höpner
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Axel Höpner leitet das Handelsblatt-Büro in München.

Fast jeder Siemens-Chef hat an der Struktur des komplexen Konzerns herumgedoktert. Mal gab es ein Dutzend Bereiche, dann erst drei, später vier Sektoren. Die Probleme sind meist die selben geblieben: Überbordende Bürokratie, lange Entscheidungswege, schlecht genutzte Synergien und kostspielige Probleme bei schlecht gemanagten Großprojekten.

Ob Joe Kaeser nun mit seinen neun Divisionen und einer Verselbstständigung der Medizintechnik den Stein der Weisen gefunden hat, wird man erst in einigen Jahren wissen. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft mitzieht, die Disziplin wahrt und ob die Schärfung des Portfolios gelingt.

Doch eines hat Kaeser schon jetzt geschafft: Siemens ist wieder da. In der Spätphase von Vorgänger Peter Löscher war der Konzern gelähmt und erschien vielen als riesiger Sanierungsfall.

Die Zahlen sind noch immer nicht viel besser. Doch Siemens ist wieder handlungsfähig. Das zeigt auch das energische Mitbieten im Übernahmepoker um Alstom.

Mit der neuen Struktur hat Siemens die Chance, schneller und flexibler zu werden. In einer Welt von starken traditionellen Wettbewerbern wie General Electric und ganz neuen Herausforderern wie Google ist das unerlässlich. Dass die Energietechnik künftig von den USA aus geführt wird, ist eine klare Kampfansage an GE. Automatisch wird Siemens so keinen Fuß in den Schiefergasmarkt bekommen, in dem es bisher schwach vertreten ist. Und die Führung fernab der Divisionen birgt viele Risiken. Doch Kaeser hat gezeigt, dass er nicht für Restauration steht, sondern die Herausforderungen der Globalisierung aktiv annimmt.

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5 Kommentare zu "Kommentar: Siemens ist wieder da"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Peter Löscher war auch maßgeblich am Umbau der Hoechst AG beteiligt. War auch so ein Flopp. Nur mit Finanzkennziffern kann man eben keinen Technologiekonzern erfolgreich führen. Manche Menschen erkennen eben einfach nicht wenn sie überfordert sind. Und keiner sagt es Ihnen rechtzeitig.

  • Zitat : Siemens ist wieder da

    - wo Siemens auch hingehört !

    Und wo SIEMENS hingehört kann man am Gesicht des Schreiberlings ablesen !

  • Der Kommentator Axel Höpner hat schlichtweg absolut keine Ahnung was er da schreibt. Selten einen derartig "sinnfreien" Artikel gelesen...inhaltlich null Substanz.

  • Da stimme ich dem Kommentator Axel Hopner zu!
    Der Kampfgeist ist durch Joe Kaeser wieder in das Unternehmen/Vorstand zurückgekehrt.
    Weg mit der ideologischen und sozialistischen Zwangsjacke eines Peter Löscher (Deutsche Energiepolitik) und her mit den realen Herausforderungen und Lösungsvorschläge im globalen Energiemarkt!
    Hin zur Kraftwerkstechnik (marktwirtschaftlicher Wettbewerb/Innovation) und weg von den sog. Erneuerbaren Energien (staatliche Subventionen-innovativer Stillstand).
    Danke!

  • Blinder Aktionismus ersetzt kein Konzept

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