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Kommentar So geht man mit Betrügern um – warum Ritter Sport ein Vorbild ist

Der Schokoladen-Hersteller hat maßgeblich dazu beigetragen, eine Bande von Internetbetrügern dingfest zu machen. Für Betrüger bedeutet das eine Zäsur.
16.06.2019 - 17:13 Uhr Kommentieren
Die Schokoladenmarke half bei der Enttarnung von Betrügern. Quelle: AFP
Ritter Sport

Die Schokoladenmarke half bei der Enttarnung von Betrügern.

(Foto: AFP)

Die Betrugsmasche der falschen Chefs ist eine Plage für die deutsche Wirtschaft. Internationale Banden haben in den vergangenen Jahren unzählige Millionen erbeutet, indem sie in E-Mails den Chef mimten und Buchhalter zu Auslandsüberweisungen verführten. Oft gab es flankierende Anrufe von „Vertrauensanwälten“ oder angeblichen Mitarbeitern der Finanzaufsicht Bafin. Die Manipulationen wurden so gekonnt eingefädelt, dass viele Buchhalter darauf reinfielen.

Experten nennen es Social Engineering vom Feinsten. Polizeibeamte sprechen vom „Enkeltrick für Firmen“. Die Fahnder können wenig ausrichten. Meist kommen sie zu spät. Dann ist die Beute über diverse asiatische Banken verteilt. In vielen Fällen schalten die Unternehmen gleich gar nicht die Polizei ein. Die Logik: Wir haben zwar einen finanziellen Schaden erlitten, aber wenigstens wird unser Image nicht angekratzt. Nur: So werden die nächsten Tätergruppen ermutigt.

Ganz anders hat sich Ritter Sport verhalten. Die Schokoladenfabrik aus Waldenbuch hat alles richtig gemacht. Einem Buchhalter fiel der Betrugsversuch frühzeitig auf. Die Firma holte schnell die Polizei ins Haus und kooperierte eng.

Ritter Sport zeigte, wie man souverän mit Cyberbetrügern umgeht. Der Schokoladenhersteller hat erheblich zu den spektakulären Festnahmen und Verurteilungen der Täter beigetragen. Gemeinsam mit Polizei und Justiz in Deutschland und Israel konnte ein Achtungserfolg erzielt werden – mit internationaler Ausstrahlung.

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    Weltweit werden Tätergruppen den Fall genau studieren. Bislang haben sie sich sehr sicher gefühlt, das ist vorbei. Von nun an müssen die falschen Chefs immer fürchten, dass sie mit falschen Buchhaltern – beziehungsweise echten Polizeibeamten – ihre E-Mails tauschen. Der Abschreckungseffekt dürfte wirken. Quadratisch und praktisch, wie es in der Ritter-Sport-Werbung so schön heißt, sind zuweilen nicht nur Schokoladentafeln, sondern auch Gefängniszellen.

    Mehr: Die ganze Geschichte über den versuchten CEO-Betrug bei Ritter Sport lesen Sie hier.

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